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Gesundheit

Röhrl hilft bei Kampf gegen Darmkrebs

Männer brauchen öfter einen Boxenstopp, meint Rallye-Legende Walter Röhrl und unterstützt nun eine Regensburger Stiftung.

Prof. Fürst und Walter Röhrl mit der Urkunde der Stiftung LebensBlicke Foto: Caritas-Krankenhaus

Regensburg.Professor Dr. Alois Fürst, Direktor der Klinik für Chirurgie am Caritas-Krankenhaus St. Josef, wurde zum Regionalbeauftragten der Stiftung LebensBlicke ernannt, die aktiv gegen die Ausbreitung von Darmkrebs kämpft. Unterstützt wird die Stiftung dabei ab sofort von Rallye-Legende Walter Röhrl. Regelmäßigkeit und Geschwindigkeit sind nicht nur bei Rallyes wichtig. Auch beim Darmkrebs zählt Schnelligkeit, denn er kann am besten behandelt und geheilt werden, wenn er früh entdeckt wird. Darmkrebs ist derzeit bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Im internationalen Vergleich liegen die Neuerkrankungen auf Spitzenniveau. Umso wichtiger ist es, aktiv vorzubeugen. Fürst steht für diese Devise ein. Der Vorstand der Stiftung LebensBlicke hat ihn nun, basierend auf seinen langjährigen Leistungen zur Förderung der Darmkrebsvorsorge, zu einem ihrer 25 Regionalbeauftragten in Bayern ernannt. In der Region Oberpfalz und Niederbayern ist er der einzige Chirurg in dieser Position.

Aufklärung und Motivation

Durch Aufklärung und Motivation trägt LebensBlicke seit vielen Jahren dazu bei, Krebs zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen. „Dieses Amt ist für mich deshalb besonders, weil ich so weit mehr Menschen für dieses Thema sensibilisieren kann. Ich freue mich umso mehr, dass wir jetzt mit meinem Freund Walter Röhrl einen echten Publikumsmagneten an unserer Seite haben“, so Fürst. Seit über zehn Jahren hält Fürst Vorträge und möchte vor allem Männer für das Thema Vorsorge gewinnen. Denn die Untersuchung ist weder kompliziert, noch schmerzhaft. Nur wenn sie nicht gemacht wird, kann es unter Umständen schmerzvoll werden.

Lesen Sie hier ein Interview mit Walter Röhrl: Röhrl – der Jugend (k)ein Vorbild.

Die Darmspiegelung wird in Regensburg nicht nur von den niedergelassenen Gastroenterologen angeboten, sondern auch am Caritas-Krankenhaus St. Josef. „Polypen, also Krebsvorstufen, können in vielen Fällen gleich direkt während der Spiegelung entfernt werden“, meint Professor Dr. Roland Büttner, Direktor der Klinik für Innere Medizin I und Verantwortlicher für den Bereich Gastroenterologie.

Neben einer familiären Belastung werden für die Entstehung von Darmkrebs unter anderem Ernährungs- und Lebensgewohnheiten verantwortlich gemacht. Vitamin- und ballaststoffreiche Nahrung, wenig rotes Fleisch und Wurstprodukte, das Vermeiden von Übergewicht und viel Bewegung reduzieren das Darmkrebsrisiko, Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen es jedoch.

Für Interessierte bietet St. Josef regelmäßig Infoveranstaltungen an, demnächst gemeinsam mit Walter Röhrl.

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