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Regensburg
Montag, 26. Juni 2017 30° 3

Pläne

Sporthallen und Bad für den Stadtosten

Ein Viertel wird aufgewertet: Bei der Leopoldkaserne plant die Stadt Regensburg mehrere Sportanlagen und ein Lehrschwimmbad.
Von Marion Koller, MZ

Auf dem einstigen Militärgelände neben der Bezirkssportanlage Ost (links im Hintergrund) entstehen weitere Sportplätze, eine Leichtathletikhalle und ein Lehrschwimmbad. Foto: Lex

Regensburg.Vielbefahrene Verkehrsadern durchschneiden den Stadtosten. Erholungsflächen sind Mangelware. Doch das benachteiligte Viertel soll jetzt aufgewertet werden. Gleichzeitig entstehen wichtige Infrastruktureinrichtungen für den Sport.

„Wir brauchen zusätzliche Sportflächen, eine Schulturnhalle, eine Leichtathletikhalle und ein Lehrschwimmbad.“

OB Joachim Wolbergs

Nach langen Verhandlungen hat die Stadt Regensburg ein 74 500 Quadratmeter großes Grundstück bei der früheren Leopoldkaserne vom Bund gekauft. Die Fläche zwischen Zeißstraße, Guerickestraße und Bahnlinie hat 2,1 Millionen Euro gekostet. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat am Dienstag bei einem Gespräch in unserem Medienhaus erstmals über die geplante Nutzung gesprochen. Das Areal werde dringend für Infrastruktur benötigt. „Wir brauchen zusätzliche Sportflächen, eine Schulturnhalle, eine Leichtathletikhalle und ein Lehrschwimmbad.“

Leichtathletikhalle wird seit langem gewünscht

Stadtpressesprecherin Kristina Kraus ergänzt, die erst kürzlich umgezogene Pestalozzischule erhalte eine Turnhalle und einen Sportplatz. Die geplanten Sportflächen – eine Erweiterung der bestehenden Bezirkssportanlage Ost – und die seit langem von Stadt und Sportlern gewünschte Leichtathletikhalle könnten von Vereinen und Schulen genutzt werden. „Das alles kann ich nur unterstützen“, sagt Bernadette Dechant, CSU-Stadträtin für den Osten. In diesem Viertel lebten viele Nationalitäten. Gerade Sportmöglichkeiten förderten ein „gedeihliches Miteinander“.

Lesen Sie außerdem: 858 Millionen Euro beträgt der Haushalt 2017 der Stadt Regensburg. Kritik am Plan kam von der CSU, der ÖDP und Der Linken.

Die Stadt hatte vor, nicht nur das 7,45 Hektar große Teilgrundstück an der Zeiß- und Guerickestraße zu erwerben, sondern alle Konversionsflächen der ehemaligen Leopold- sowie der Pionierkaserne. Doch sie braucht einige Bereiche der früheren Kasernen, um Flüchtlinge unterzubringen.

Die Leichtathleten jedenfalls freuen sich über die Baupläne. Vorsitzende Ursula Breitkopf vom Ski- und Wanderclub (SWC) betont: „Die Halle ist absolut wichtig, denn unsere leistungssportorientierten Athleten fahren im Winter regelmäßig nach München oder nach Fürth, weil sie hier keine Trainingsmöglichkeiten haben.“ Regensburg habe mit dem SWC und der LG Telis Finanz einen hohen Stellenwert in der bayerischen Leichtathletik. „Aber ohne Halle wäre es schwierig, diese Position zu halten.“ Der Stadtrat hat die Verwaltung bereits beauftragt, Baurecht zu schaffen.

OB Wolbergs erklärte auch, er verhandle mit dem Freistaat über den Kauf angrenzender Flächen. Dort soll Wohnbebauung realisiert werden.

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