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Regensburg
Montag, 26. September 2016 22° 1

Inititative

Tierfreundin für private Katzenpolizei

Die Regensbrugerin Tabea Hilgarth will Katzenfängern das Handwerk legen. Eine Patrouille soll nachts Streife laufen.
Von Karl-Heinz Weigel, MZ

Tabea Hilgarth: Sie will organisierten Katzenfängern das Handwerk legen. Foto: Weigel

Regensburg.Immer mehr Katzen werden vermisst. Die Regensburger Tierschützerin Tabea Hilgarth glaubt, dass hier kriminelle Katzenfänger am Werk sind. Die Fachkosmetikerin aus Prüfening wurde durch Kunden in ihrem Kosmetikstudio „Westside Beauty“ und per Radiobeitrag auf das Thema aufmerksam — da war angeblich von einer noch lebenden, gehäuteten und am Bauch aufgeschlitzten Katze die Rede, die sterbend gefunden wurde. Laut Hilgarth werden die Katzen mit Lockstoffen in Boxen für Kleiderspenden gelockt und für Tierversuche benutzt. Oder geht es um die Felle und um die inneren Organe?

„Ich würde gern eine private Katzenpolizei gründen“, meldete sich die 44-jährige Frau bei der MZ. „Man könnte nachts von 21 bis 7 Uhr in der Stadt und im Landkreis Regensburg Streife laufen“, schlug „Tabsi“ (Spitzname) Hilgarth vor, selbst Katzenhalterin. Die Streifen sollten mit Pfefferspray und Trillerpfeife ausgerüstet werden, auf potenzielle Täter und Autokennzeichen achten. Man können sich nachts abwechselnd auch ans offene Fenster setzen und so Wache halten.

Ausgesetzte Geldprämien bis zu 1000 Euro könnten für Hinweise auf Täter und Hintermänner nützlich sein oder „Aussteiger“ zu Angaben reizen, so die 44-Jährige weiter. Allen Katzenbesitzerin gab Tabea Hilgarth den Rat, ihren Lieblingen Muster ins Fell zu rasieren bzw. sie blau und grün zu färben, „damit die Katzen unattraktiv werden.“ Die Kosmetikerin ist gern bereit, das Organisieren der privaten Katzenpolizei zu übernehmen. Interessen sollen sich an ihre Internet-Adresse wenden: h.tabsi@gmx.de

Ob allerdings die Polizei mit ins Boot geholt werden kann, so Hilgarth, ist fraglich. „Uns liegen derzeit keine Hinweise auf organisierte Katzenfänger vor“, sagte Sprecher Stefan Hartl vom Polizeipräsidium Oberpfalz. Er habe alle drei Polizeiinspektionen in Regensburg abgerufen und nichts von Anzeigen in Sachen Katzenfang gehört. Dass Katzen verschwänden, können auch anders erklärt werden: Sie sterben im Kampf, werden überfahren, von Jägern erschossen oder sind über viele Tage und Nächte auf den abgemähten Feldern auf Mäusejagd. Die Idee mit der privaten Katzenpolizei wollte Hartl nicht kommentieren.

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