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Regensburg
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Natur

Umweltpreise an Schule und Firmen

Die Stadt zeichnet das Albertus-Magnus-Gymnasium, die Brauerei Kneitinger, die NaBau und Schneider Electric aus.
Von Tino Lex, MZ

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs verlieh zusammen mit Umweltbürgermeister Jürgen Huber im Kurfürstenzimmer des Alten Rathauses den diesjährigen Umweltpreis an das AMG, an Kneitinger, die Na Bau eG sowie an die Firma Schneider Electric. Foto: Tino Lex

Regensburg. „Die Stadt ist auf die Unterstützung und die Mithilfe ihrer Bürger angewiesen,“ stellte OB Joachim Wolbergs bei der Feierstunde in Regensburgs guter Stube fest. Deswegen vergebe Regensburg alle zwei Jahre den Umweltpreis, mit dem besondere Leistungen und Verdienste beim Schutz von Umwelt, Natur und Klima ausgezeichnet werden. Der Stadtrat, der über die Preisträger entscheidet, achte bei der Vergabe besonders auf die Vorbildwirkung und auf das Engagement.

In der Kategorie Schulen/Initiativen wurde die Umwelt-AG des Albertus-Magnus-Gymnasiums ausgezeichnet. Die Mitglieder dieser Umwelt-AG befassen sich mit vielfältigen örtlichen, aber auch regional übergreifenden Themen des Umweltschutzes. Dabei werden umweltrelevante Sachverhalte vermittelt. In der Schule sollen umweltfreundliche Produkte verwendet werden, außerdem geht es der AG um den Schutz von Natur und Landschaft, um die Förderung der Biodiversität wie auch um Müllvermeidung und Recycling.

In der Kategorie „Firmen“ vergibt die Stadt in diesem Jahr drei Umweltpreise. Einer davon geht an die Brauerei Kneitinger. Die auch sozial stark engagierte Regensburger Traditionsbrauerei setze sich schon seit vielen Jahren für den Schutz der Umwelt ein, heißt es in der Laudatio. So wurde das Auslieferungslager nach Grünthal verlegt, Fuhrleistungen werden eingekauft oder gemeinschaftlich organisiert, die Abfüllanlagen der Brauerei Bischofshof werden mitbenutzt. Der Betrieb der Brauerei Kneitinger wird ständig unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes optimiert – so etwa bei der Energieeinsparung, der Lärmreduzierung und der effektiven Ressourcennutzung.

Einen weiteren Umweltpreis verlieh die Stadt an die NaBau e.G. und ihr Genossenschaftsprojekt „Haus mit Zukunft“ in Burgweinting. Dort hat die Genossenschaft 34 Wohneinheiten als Plus-Energiehaus mit Grundwasser-Wärmepumpenheizanlage und Solarthermieanlage errichtet. Eine Versorgung der Haushalte mit Solarstrom wurde in Kooperation mit der regionalen Bürger-Energiegenossenschaft BERR realisiert. So wurden ein Carsharing-Stellplatz und eine solarbetriebene Ladesäule für ein E-Mobil errichtet - die Bewohner können ein bereitgestelltes Elektro-Auto nutzen.

OB mahnt Engagement an

Der dritte Umweltpreis dieses Jahres in der Kategorie Firmen geht an die Schneider Electric. Das Unternehmen hat mit einer Vielzahl von Projekten aktiven Umweltschutz im Sachsenwerk vorangetrieben. Durch konsequente Maßnahmen im Bereich des Energiemanagements konnte der Stromverbrauch in den Jahren 2010 bis 2015 um rund eine Million Kilowattstunden reduziert werden – das entspricht einer Einsparung von 512 Tonnen an CO2-Emission. Der Gasverbrauch wurde von 2010 bis 2015 um 1,4 Millionen Kilowattstunden reduziert – das bedeutet eine Senkung der CO2-Emissionen in Höhe von 286 Tonnen.

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ging im Kurfürstenzimmer des Alten Rathauses auch auf die allgemeine Lage ein. „Wenn wir uns die großen innenpolitischen Debatten dieses Jahres vor Augen führen, dann war vom Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas eher beiläufig die Rede“, mahnte der OB.

Wohlstand auf Kosten der Armen

„Als erstes großes Industrieland wollen wir in den kommenden Jahrzehnten den größten Teil unserer Energieversorgung auf Windkraft, auf Sonnenstrom, auf Wasserkraft und Biogas umstellen.“ Es dränge sich der Verdacht auf, dass Viele der Meinung seien, für den Umweltschutz werde schon genug getan – und deswegen dürfe man es damit bitte nicht übertreiben. OB Wolbergs könne diese Einschätzung nicht teilen. „Wir alle müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir einen beachtlichen Teil unseres Wohlstands auf Kosten der Menschen in weit von uns entfernten Ländern führen.“

Anerkennungsurkunden der Stadt

  • Folgende Schulen

    , Institutionen und Firmen wurden mit einer Anerkennungsurkunde. Maria Wilhelm für ein besonders ökologische Wohnhaus; der ADFC und VCD für ihren vorbildlichen Einsatz für den Radverkehr in Regensburg. Der Landschaftspflegeverband Regensburg e.V. gemeinsam mit dem Biohof Koller für das Beweidungskonzept Winzerer Höhen und das Juradistelprojekt. Siemens fürs Energieeffizienzprogramm.

  • Weitere

    Anerkennungsurkunden gehen an Aumüller Druck (für nachhaltige Druckprodukte), BauTeam Tretzel (ökologisch ausgerichtete und energiesparende Bauweise), Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (zentrales Materialwirtschaftszentrum) und die Windpower GmbH. Auch die Wurstbraterei Reisinger GmbH wird mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet, für ihre kompakten Verkaufsstände. (xtl)

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