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Kreativität

Wolbergs verspricht „cooles Wochenende“

Bei der Eröffnung des Deggingers setzen die Organisatoren auf ein buntes Programm. Die letzten Renovierungsarbeiten laufen.
Von Daniel Geradtz, MZ

Regensburg.Der schwarze Vorhang, der lange Zeit den Blick in das Degginger in der Wahlenstraße versperrte, ist inzwischen abgehangen. Von nun an ist auch für die Passanten ersichtlich, dass es bald in dem Kunst- und Kreativhaus losgeht.

Der Startschuss fällt am 31. März, wenn um 19 Uhr die Türen für die Show der Künstler-Gruppe „KunstBrücke“ geöffnet werden. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, keinen Festakt zu machen, sondern ein cooles Wochenende“, stellte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs bei einem Rundgang am Donnerstag heraus.

Eine Fotoausstellung, der den Umbau des neuen Deggingers zeigt, wird an den ersten Tagen im Pop Up Raum zu sehen sein. „Dazu haben wir das alte Degginger abgescannt“, verrät Sebastian Knopp. Er ist der Clustermanager Kultur- und Kreativwirtschaft bei der Stadt.

Zwei Bühnen werden bespielt

Im vergangenen November wurde im Degginger der Betrieb für eine Probephase aufgenommen. Damals waren die Räume noch nicht ganz fertig. Seitdem hat sich einiges verändert: Die gesamte Veranstaltungstechnik inklusive einer Bühne wurde verbaut. Zudem ist die provisorische Bar einer vollständigen Gastronomielandschaft mit Küche gewichen. „Die Akustik ist derzeit noch ein bisschen hallig. Da wird noch nachgebessert“, kündigt Knopp an.

„Die Akustik ist derzeit noch ein bisschen hallig. Da wird noch nachgebessert.“

Sebastian Knopp, Clustermanager Kultur- und Kreativwirtschaft in Regensburg

Dort wird es von Montag bis Freitag einen regulären Gastronomiebetrieb mit wechselnden Köchen geben. „Mittags bieten wir immer eine Suppe und drei Hauptgerichte an“, sagt Werner Zapf, der zusammen mit Heiko Rehorik und Timm Werner die Bar betreibt. Werner kündigt zudem an, dass sich das Angebot auch nach den Künstlern richten soll, die im Degginger zu Gast sind. „Tritt bei einer Abendveranstaltung ein Künstler aus Israel auf, werden wir auch die entsprechende Küche anbieten.“

Eigentlich, so erklärt Architekt Mario Mirbach von der „Pure Gruppe“, gebe es zwei Bühnen. „Eine horizontale und eine vertikale“, sagt er. Die vertikale Bühne ist derzeit eine leere Wand aus Seekieferholz. Sie soll später „bespielt“ werden, indem sie bemalt oder beklebt wird, erklärt Clustermanager Knopp. Zwei Mal pro Jahr werden die Kunstwerke wieder abgehangen und übermalt. „Im Winter werden die Architekten mit einem Format überraschen“, verrät er.

Weitere Programmpunkte

  • Freitag, 1. April:

    Eine Brennerei aus dem Bayerischen Wald organisiert einen Workshop für kreative Köpfe. Am Abend tritt Julia Leidhold mit einer Tanzperformance auf. Anschließend sorgt das Piano-Duo Isle den musikalischen Rahmen. Zum Abschluss legt DJ Krümel seine Platten auf.

  • Samstag, 2. April:

    Am letzten Tag des Eröffnungswochenendes können die Besucher Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

  • Öffnungszeiten:

    Das Degginger hat Montag bis Mittwoch von 10 bis 1 Uhr geöffnet und Donnerstag bis Samstag bis 2 Uhr.

Für ihn war es wichtig, dass die Räume so flexibel wie möglich eingerichtet sind. Tagsüber werde der Veranstaltungsraum als Coworking-Space genutzt. Um den Umbau so leicht wie möglich zu gestalten, wurden die Möbel neu beschichten und sind so „um ein Drittel leichter als zuvor“, sagt Knopp.

Der Gastronomiebereich befindet sich im Gebäudeteil, das der Wahlenstraße zugewandt ist. Er ist an den Hauptraum angeschlossen, in dem kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Zudem gibt es einen Pop Up Raum, in dem kreative Neueinsteiger ihre Produkte anbieten können. Sebastian Knopp kann sich vorstellen, dass dort auch mal eine Werkstatt zu Gast sein wird, bei der „viel Dreck gemacht wird.“ Abgerundet wird das Angebot von einem Work Shop Raum, der für Tagungen oder gemeinsames Arbeiten angemietet werden kann.

Auch das Kreativquartier ist geplant

Das Degginger sieht sich als Ort zum Netzwerken. Hier sollen sich die Kreativen aus den verschiedenen Branchen treffen, austauschen und gemeinsame Ideen entwickelt. Im Probebetrieb hat der Clustermanager bereits die Erfahrung machen können, dass das Konzept aufgeht. „Hier trifft der Architekt auf den Garfikdesigner oder den Literaten“, so Knopp.

„Hier trifft der Architekt auf den Grafikdesigner oder den Literaten“

Sebastian Knopp, Clustermanager Kultur- und Kreativwirtschaft in Regensburg

Nachdem das Kreativzentrum seinen Betrieb aufgenommen hat, ist für Wolbergs jedoch erst ein Etappenziel erreicht. „Das erste Bedürfnis, das es zu befriedigen galt war, Raum zu schaffen. Es ersetzt nicht das Kunst- und Kreativquartier.“ Das ist für den Stadtosten geplant, ein genauer Standort steht noch nicht fest.

Wenn das Degginger seinen regulären Betrieb aufnimmt, werden einige „Formate“ regelmäßig zu Gast sein. Knopp berichtet von Fachtagungen, die alle zwei Wochen stattfinden. Aber auch das Kreativforum kommt in die Wahlenstraße, um seine Netzwerktreffen zu veranstalten. Dann werden Vertreter jener zwölf Branchen in der Wahlenstraße zu Gast sein, für die das Degginger geschaffen wurde.

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