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Regensburg - Nachrichten
Freitag, 29. Mai 2015 21° 5

Räumung

Zwangsauszug: Stadtbau will mit Mietern reden

Die Bewohner eines Hochhauses müssen zwar alle raus, aber nicht gleichzeitig. Müssen auch Nachbargebäude saniert werden?
von hans scherrer, mz

  • Mietersprecher Reiner Spitaler Foto: Klein
  • „Wenn sich alle Bewohner des Hauses kooperativ verhalten“, so Joachim Becker, „dann ist ein Abschluss der Gesamtmaßnahme im Jahr 2013 realistisch.“ Foto: Klein

regensburg. Es bleibt dabei: Das Stadtbau-Gebäude in der Kurt-Schumacher-Straße 23 ist dringend sanierungsbedürftig (MZ berichtete). Dies ergab eine Untersuchung der technischen Anlagen. Wie ein von der Stadtbau GmbH in Auftrag gegebenes Fachgutachten von Prof. Armin Troiber (Regensburg) gezeigt hat, könnte im Brandfall die Gesundheit der Bewohner akut gefährdet sein. Jetzt stellen sich viele folgende Frage: Könnte diese Situation auch auf die drei angrenzenden und baugleichen Nachbarhochhäuser zutreffen?

Deshalb soll nun bereits im Frühjahr mit der Sanierung begonnen werden. Darüber wurden die Mieter in einer Versammlung am Donnerstagabend in einer Gemeinschaftsveranstaltung informiert. Die schlechte Nachricht: „Es wird nicht zu vermeiden sein, dass sämtliche Wohnungen für einige Zeit nicht mehr bewohnbar sind“, sagte Stadtbaugeschäftsführer Joachim Becker am Freitag vor Journalisten. Deshalb suche die Gesellschaft in Einzelgesprächen mit den Mietern nach sozialverträglichen Lösungen. Schon für kommende Woche seien die ersten Termine anberaumt.

Die gute Nachricht: Es müssen nicht alle Mieter – insgesamt sind dies 53 Mietparteien und rund 100 Personen – gleichzeitig ausziehen, versicherte Becker. Gleichzeitig betroffen seien lediglich die Sektionen, die an einem gemeinsamen Versorgungsstrang angeschlossen sind.

„Uns ist sehr wohl bewusst, dass die betroffenen Mietparteien völlig unvorbereitet mit diesem Sachverhalt konfrontiert worden sind“, sagte Becker am Freitag. „Ich habe auch größtes Verständnis dafür, wenn sich jetzt besorgte und verunsicherte Mieter an uns wenden. Ich kann aber versichern, dass wir uns bemühen werden, in Einzelgesprächen möglichst sozialverträgliche und zugleich sachgerechte Lösungen zu finden.“

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