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Regensburg-Stadt
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Donaumarkt

„Das ist kein Quartier für Oligarchen“

Peter Trepnau rechnet mit der Fertigstellung des Ostermeier-Areals in Regensburg bis Mitte 2016. Jetzt wurde zu einem virtuellen Rundgang geladen.
Von Thomas Rieke, MZ

  • Investor Peter Trepnau, sein Geschäftsführer Karl Kotz und Johann Hien von der ausführenden Firma Guggenberger (von links) lassen den Blick über die Baustelle am Ostermeier-Areal schweifen. Foto: Lex
  • Virtuell existiert das neue Ensemble am sogenannten Ostermeier-Areal längst. Beim Baustellentermin am Montag wurde erstmals ein 360-Grad-Rundgang mittels Tablet angeboten. Foto: Lex
  • Blick in die Baugrube: 70 Zentimeter dicke betonierte Bohrpfähle sichern sie ab. Von der Straßenoberkante geht es neun Meter in die Tiefe. Foto: Lex
  • Bagger malträtieren immer noch felsiges Gestein. Foto:Lex

Regensburg.Ein Blick in die Baugrube verschlägt einem fast den Atem und lässt sofort ahnen: Hier entsteht Besonderes. Die Rede ist vom neuen Wohnquartier (Karree), das bis Mitte 2016 auf dem ehemaligen Ostermeier-Areal am Donaumarkt bezugsfertig sein soll. Am Montag präsentierten Bauherr Peter Trepnau und seine Prokuristin Susanna Platzer erstmals die Möglichkeit, das 45-Millionen-Projekt auf einem virtuellen Rundgang mittels Tablet zu bestaunen.

Im Februar war damit begonnen worden, die Bohrpfähle zu setzen. 70 Zentimeter beträgt ihr Durchmesser, zwischen fünf und zehn Meter, je nachdem, wann felsiger Untergrund erreicht war, stecken sie in der Erde. Damit ist jetzt nicht nur der Umgriff des neuen Karrees buchstäblich zementiert, es ist auch gewährleistet, dass kein benachbartes Anwesen ins Rutschen gerät.

Seit kurzem sind Fachleute damit beschäftigt, den Stahl für die Bodenplatte zu verlegen; am Dienstag rollen die ersten Betonmischer zum Gießen an. „Wir rechnen mit einem zügigen Baufortschritt“, machte Trepnau sich und den weiteren Beteiligten Mut. Gleichwohl werde es noch ein paar Monate dauern, „bis wir wirklich nach oben kommen“.

Der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe betonte in diesem Zusammenhang wieder einmal, welch enge Bindung er zum Donaumarkt hat – und dass er stets ein erklärter Befürworter einer Stadthalle auf diesem Standort war. „Das wäre die beste Lösung gewesen.“ Nachdem diese aber ein für alle Mal gestorben ist, versuchte er, an das Ostermeier-Grundstück zu kommen, um seine ganz eigenen Visionen zu verwirklichen.

Wegen der besonders wertvollen Lage, war ein Wettbewerb ausgelobt worden. Wie berichtet, machte Prof. Carsten Lorenzen, ehemaliges Mitglied des Gestaltungsbeirats, das Rennen. Ausschlaggebend dürfte gewesen sein, dass der renommierte Architekt als einziger Teilnehmer keinen Solitär vorgeschlagen hatte, sondern zehn einzelne Gebäude. „Das tut dem Ganzen gut. Das Konzept fügt sich in die Umgebung ein, und trotzdem bedeutet es nicht, dass Altes nur nachgebaut würde“, verdeutlichte Peter Trepnau. Für die Umsetzung der Pläne vor Ort ist übrigens der Regensburger Architekt Joachim Peithner verantwortlich.

Das Projekt am Ostermeier-Areal hat viele besondere Merkmale. Zum Beispiel die Tiefgarage, die drei Etagen haben wird und selbst im Fall eines Hochwassers nutzbar sein soll. Besonders ist aber auch der Preis der Immobilien: 4500 Euro pro Quadratmeter. Trepnau macht keinen Hehl daraus, dass „wir uns damit im oberen Regensburger Bereich bewegen“. Doch dies sei auch zu rechtfertigen. Zum einen sei das Grundstück teuer gewesen und zum anderen gingen die „besonderen Umstände“ ins Geld. Die Anforderungen auf der Baustelle (siehe Baugrube) seien enorm.

Laut Pressemitteilung sind bereits 80 Prozent der Wohnungen verkauft. Dennoch existiere weiter eine „attraktive Auswahl, vom Single- oder Wochenendappartement, über diverse Varianten an Zwei-Zimmer-Wohnungen bis hin zur Drei-Zimmer-Wohnung mit raffinierten Details“. Die neuen Bewohner werden, so beruhigte Trepnau auf eine nicht ganz ernst gemeinte Frage, keine Oligarchen aus Russland sein und auch keine Ölscheichs. Der weitaus größte Teil der Käufer stamme aus Niederbayern und der Oberpfalz. Das Spektrum reiche vom Durchschnittsverdiener, der seine Ersparnisse sinnvoll investieren wolle, bis zum Unternehmer.

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