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Freizeit

Bei Schwingers macht immer einer Musik

Die Eltern und die vier Kinder der Frankenberger Familie spielen in verschiedenen Gruppen mit. Geprobt wird in der Küche.
VON RESI BEIDERBECK, MZ

Vater Karl-Heinz Schwinger und seine vier Kinder sind die „Höllbach-Blosn“. Foto: lbi

Brennberg. Höllbachblosn, Lexengangerl-Trio, Familienmusik, Jagdhornbläser… Die Frankenberger Familie Schwinger hat die Musik im Blut. Die Eltern und ihre vier Kinder spielen in verschiedenen Musikgruppen mit. „A Radio brauch ma mia eigentlich ned“, ist sich Familie Schwinger einig, „denn irgendwo im Haus macht sowieso fast immer jemand Musik“.

Die vier Kinder sind schon mit Musik aufgewachsen, denn Vater Karl-Heinz ist begeisterter Jagdhornbläser. Seit 2013 ist der Finanzbeamte sogar „Hornleiter“ bei der Formation Pfatter-Donautal. Er bläst dort schon seit mehr als 20 Jahren das Jagdhorn, genau wie seine Frau Silvia. Inzwischen sind bei den Schwingers schon ein halbes Dutzend Jagdhörner im Einsatz, denn auch alle Kinder spielen mit.

Auftritte auch am Gäübodenfest

Es finden sich aber noch viel mehr Instrumente im Haus. Simone (12) spielt Flügelhorn und Keyboard bei der „Höllbach Blosn“ und im Blas-Ensemble der Realschule Neutraubling. Elmar (15) hat bis vor kurzem noch bei den Falkensteiner Musikanten gespielt. Der Auszubildende als Kfz-Mechatroniker ist bei der „Blosn“ für Bariton und Gitarre zuständig. Marcos (20) Hauptinstrument ist die Basstrompete. Akkordeon, Keyboard und Schlagzeug spielt er ebenfalls. Bei der Maschinenfabrik Reinhausen, wo er Mechatroniker lernt, spielt er nebenbei noch in der „Musikfabrik“ mit.

Papa Karl-Heinz beherrscht ebenfalls mehrere Instrumente, zum Beispiel Akkordeon, aber auch Zither und Gitarre. Roman (23) spielt bei der Höllbach Blosn die Trompete. Beim „Lexengangerl Trio“ ist der Lehramtsstudent nicht nur Gründungsmitglied, sondern überdies für Keyboard, Akkordeon und E-Bass zuständig. Mit dieser Gruppe hat er pro Jahr gut und gerne 35 Auftritte – auch auf der Regensburger Dult und auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest.

Mit Romans Engagement beim „Lexengangerl Trio“ fing alles an, aber schon bald wurde das Spektrum um Blasmusikinstrumente erweitert. So konnten seine Geschwister das Trio bei besonderen Anlässen verstärken. „Gerade bei Hochzeiten oder Vereinsfeiern ist immer wieder Blasmusik für den Fest- oder Kirchenzug gefragt“, berichtet Roman.

Leidenschaft auch für die Jagd

Das alles macht den Schwingers so viel Spaß, dass sie beschlossen, als Familie nicht mehr nur daheim gemeinsam zu musizieren, sondern auch öffentlich aufzutreten. Geprobt wird seitdem noch mehr und zwar meistens abends daheim am Küchentisch.

„Obwohl alle unter einem Dach wohnen, ist es gar nicht so leicht, immer alle zusammen zu bringen, da aufgrund von Beruf, Studium oder Ehrenämtern meistens immer mindestens einer unterwegs ist“, lacht Mama Silvia.

„Die Musik macht uns allen Spaß und es ist besonders schön, wenn man direkt im Kreis der Familie zusammen musizieren kann“, finden die Schwingers. „Gerade auch Feste wie Weihnachten oder Familienfeiern werden durch die Hausmusik erst besonders schön und feierlich“, erzählt Roman, der in der Pfarrei Brennberg als Mesner fungiert und außerdem das Amt des Pfarrgemeinderatssprechers inne hat.

Die „Höllbach Blosn“ dagegen setzt auf traditionelle bayerische Blas- und Wirtshausmusik vom „Rehragout“ bis zum „Zuchthauslied“, vom „Böhmischen Traum“ bis zu alten Ernst-Mosch-Titeln. Gespielt wird in der traditionellen Tafern-Besetzung, der kleinstmöglichen Besetzung für Blasmusik. Zunächst hat das Ensemble vorwiegend auf die Notenhefte der „Hinterberger Musikanten“ zurück gegriffen, weil gerade Noten für kleine Besetzungen nicht leicht aufzutreiben sind. Mittlerweile arrangiert die Familie aber viele Stücke selber und ist deshalb in der Auswahl freier. Gespielt werden nämlich zuweilen gerne andere Genres. „Wir lassen auch mal klassische oder jazzige Stücke in unser Repertoire einfließen“, verrät Roman.

Dass sämtliche vier Kinder so gut musizieren, ist der Volkshochschule zu verdanken. „Keyboard, Akkordeon und Gitarre haben wir alle von Zenon Warcholinski bei Volkshochschul-Kursen beigebracht bekommen“, sagt Simone. Das Spielen der Blasinstrumente lernten sie bei Andreas Stögmüller und Miroslav Novacek in der Landkreismusikschule Cham.

Die Schwingers haben übrigens noch ein weiteres gemeinsames Hobby. Die Eltern gehen schon Jahrzehnte lang in Rettenbach auf die Jagd und die beiden ältesten Söhne haben mittlerweile den Jagdschein gemacht. Aber auch Elmar und Simone sitzen schon mit auf dem Hochsitz und helfen bei Arbeiten im Revier mit.

Wer die Familie Schwinger und ihre „Höllbach-Blosn“ einmal selbst erleben möchte, hat dazu Gelegenheit am Samstag, 25. März, um 20 Uhr im Wagner-Saal in Brennberg. Dort findet ein Benefiz-Heimatabend mit fünf Musikgruppen statt.

Neben der „Höllbach-Blosn“ und dem „Lexengangerl-Trio“ hat der veranstaltende „Brennberger Dreigsang“ auch die „Höllbach-Flöten“ und die „Brennberger Buam“ für diesen Abend gewinnen können. Informationen dazu gibt es unter (09484) 420 bei Familie Neumeier.

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