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Regensburg-Stadt
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Verkehr

Expressbuslinien machen RVB schnell

Zum 11. Dezember gehen sie in Betrieb. Die Planer erwarten davon eine Zeitersparnis von bis zu 20 Minuten je Fahrtrichtung.
Von Tino Lex

Manfred Koller, Olaf Hermes, Frank Steinwede, Dr. Thomas Burger und RVV Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein stellten die neuen Expressbuslinien am Mittwochvormittag vor (von links). Foto: Tino Lex

Regensburg.Zum 11. Dezember werden vier neue Expressbuslinien der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB), einer Tochter der Stadtwerke Regensburg, in Betrieb gehen. Am Mittwochvormittag stellten die beiden Geschäftsführer der RVB, Manfred Koller und Olaf Hermes, gemeinsam mit Stadtrat Dr. Thomas Burger, in Vertretung für Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die vier neuen Expressbuslinien für Regensburg vor.

Hoffen auf die RVB-App

Auf Grund durchwegs positiver Rückmeldungen auf die bereits eingesetzten Schulbus-Expressfahrten auf der Strecke FOS/BOS – Donau-Einkaufszentrum wird dieses Angebot nun zum 11. Dezember um vier Linien erweitert. „Die Expressbusse sind verhältnismäßig einfach und ohne aufwändige Maßnahmen, wie es zum Beispiel bei der Einrichtung einer speziellen Busspur notwendig ist, umzusetzen“, erklärt RVB-Geschäftsführer Manfred Koller.

Mit dem Christkindlmarkt-Express ließ der RVV zuletzt aufhorchen.

„Diese neuen Linien bringen einen messbaren Erfolg“, ist sich Geschäftsführungskollege Olaf Hermes sicher. „Mit der neuen Linie X4 ergibt sich beispielsweise für einen Teil unserer Fahrgäste eine Zeitersparnis von bis zu 20 Minuten je Fahrtrichtung.“ „Die Neuerungen entlasten zudem die zentralen Umsteigehaltestellen Hauptbahnhof/Albertstraße sowie den Buskorridor Hauptbahnhof/Albertstraße – Universität“, so RVB-Betriebsleiter Frank Steinwede. Für Steinwede ist die RVB App, die von jedem Smartphone aus bedient werden kann, der Schlüssel zum Erfolg. „Hier kann jeder die Verbindungen sekundenschnell einsehen und planen – eine richtig tolle Sache.“

Die Details

  • Die Expressbuslinien

    der Regensburger Verkehrsbetriebe sind an dem der Liniennummer vorangestellten „X“ erkennbar. Die Busse der Linie halten nur an den wichtigsten Haltestellen entlang einer Route.

  • Sie verkehren

    hauptsächlich zu den Hauptverkehrszeiten und nicht im Taktverkehr.

  • Durch kurze

    Fahrtwege und das Bedienen bedeutender Haltestellen haben die Expressverbindungen im Vergleich zu den regulären Stadtbussen außerdem spürbar kürzere Fahrzeiten.

  • Informationen

    zum Fahrplan gibt es unter www.rvv.de oder über die neue RVV-App, die bereits von 70 000 Usern genutzt wird

  • Teilweise

    werden die Tickets von den Unternehmen bezuschusst

  • Es wird

    Halbjahres-Abos geben, aber auch Einzel- Wochen- oder Monatstickets (xtl)

Für Dr. Thomas Burger „bringen die neuen Expressbuslinien eine deutliche Aufwertung des ÖPNV mit sich und einen weiteren Anreiz, vom Auto auf den Bus umzusteigen. Sie führten damit auch zu mehr Attraktivität für die Stadt Regensburg.“ Immerhin lässt sich die RVB diese Testphase – geplant ist ein Jahr, 300 000 Euro kosten. Alle sind sich jedoch einig, dass dies nur einer von vielen Schritten zur Leistungssteigerung des ÖPNV in Regensburg ist, wenn dieser bei der rasanten Entwicklung der Stadt mithalten und attraktiv bleiben will. Wenn die Linie X4 erfolgreich angenommen wird, dann soll dieses Konzept auch auf den Stadtnorden ausgedehnt werden.

Die vier neuen Linien

Die Expressbuslinien X1, X6 und X9 entstehen durch Umbenennung aus der bestehenden Schulbuslinie 1A, den Schnellfahrten zum Klinikum 6S und der Buslinie 79 zu BMW. Die Linie X4 wird neu eingerichtet. Von dieser profitieren insbesondere Fahrgäste aus den Stadtteilen Harting und Burgweinting sowie aus dem südöstlichen Landkreis Regensburg, welche in Regensburg zum Klinikum, zur Uni oder zur OTH fahren. Diese Fahrgäste können am Bahnhof Burgweinting in die neue Linie X4 umsteigen und müssen künftig nicht mehr zuerst zum HBF/Albertstraße fahren, um dort wieder in die Linien 6, 11 oder die „campusLINIEN“ Richtung Süden umzusteigen, sondern können direkt in wenigen Minuten ab Bahnhaltepunkt Burgweinting über die Franz-Josef-Strauß-Allee ihr Ziel erreichen. Die Erstellung des Fahrplans erfolgte in enger Abstimmung mit dem Klinikum und richtet sich nach den Schichtwechselzeiten des Pflegepersonals. Zudem wird der P + R-Parkplatz an der Continental Arena gestärkt. Hier erhöht sich die Haltestellenanfahrt von drei auf künftig sechs Fahrten pro Stunde Richtung Altstadt.

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