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Donnerstag, 23. November 2017 10° 4

Fasching

Fantasie war Trumpf beim Uni-Ball

Die Kostüme waren ähnlich vielfältig wie die Live-Musik: Mehr als tausend Narren machten in den Mensen die Nacht zum Tag.
Von Daniel Steffen, MZ

  • Nah dran am Original: Die „Minions“ aus dem Animationsfilm „Ich – Einfach unverbesserlich“ beehrten den Faschingsball in den Uni-Mensen mit ihrem Besuch. Fotos: Daniel Steffen
  • Auch das Kartenspiel eignet sich als Faschings-Outfit.
  • „Der Tannenbaum und das Christkind“ sorgten für begeisterte Blicke.
  • Die Gruppe „Rent a Pirat“ kann sogar gemietet werden.
  • Der erste Preis ging an das Lego-Paar aus Straubing.

Regensburg.Was hat es auf dem Uni-Ball nicht alles für interessante Gestalten gegeben: Aus den 90er-Jahren tauchte Edward mit den Scherenhänden wieder auf, Michael Jackson als „King of Pop“ schien aus dem Grab gestiegen zu sein – und in großer Zahl begaben sich die Piraten an „Deck“.

Bis in den frühen Morgenstunden nahmen weit über tausend bunt kostümierte Gäste die Uni-Mensen in der Universitätsstraße in Beschlag, um dort die Nacht zum Tag zu machen. Weder verärgerte Nachbarn nach eine verfrühte Sperrstunde konnten sie daran hindern, mal so richtig die Post abgehen zu lassen. Damit das auch gelingt, hatten sich die Veranstalter von der Alten Mälzerei allerhand ausgedacht: Musikalisch besetzten sie die Mensen mit den Kult-Bands „Luis Trinkers Höhenrausch“, „Stoapfälzer Spitzbuam“ und der „GongFM Band“, die es allesamt ordentlich krachen ließen.

Rocker in jugendlicher Frische

Auch nach 25 Jahren auf der Bühne strahlten „Luis Trinkers Höhenrausch“ jugendliche Frische wie eh und je aus. Die Begeisterung, mit denen die Musiker aus Abensberg zu Werke gingen, übertrag sich auf das Publikum, das in der großen Mensa munter das Tanzbein schwang. Dort war es nicht zu voll, so dass man sich noch gemütlich mit anderen Partygästen unterhalten konnte.

Und während die einen Gäste in der „Großen“ ihren „Höhenrausch“ genossen, rockten andere in der kleinen Mensa ab, wo die „Gong FM Band“ das Publikum begeisterte. Die Tanzfläche füllte sich gut – und das „gesehen und gesehen werden“ gestaltete sich demnach etwas schwieriger.

Wohin das Auge auch blickte: Die Gäste hatten sich in diesem Jahr für ihre Kostümierungen einiges einfallen lassen. Bei der Maskenprämierung um Mitternacht wurde dies besonders deutlich: Von „Captain Future“, über die „Disney-Prinzessinnen“ bis hin zum Duo „Waldelbe und Waldelfe“ hatten vor allem Motive aus Film und Fernsehen sowie aus der Märchenwelt die Oberhand. Selbst eine „Sondermüll-Tonne“ schritt ans Podium heran, um ihren Preis für eine der besten Kostümierungen entgegenzunehmen.

Jubel brandete ebenfalls auf, als die „Minions“ die Bühne betraten. Für die mehrköpfige Gruppe, die in die Rolle der kultigen Animationsfiguren aus dem Film „Ich – Einfach unverbesserlich“ schlüpfte, gab es am Ende Platz sechs. Mit einer „Furzkanone“, die sie dem Moderator Wolfgang Blank überreichte, bedankte sie sich auf ihre Art für die Auszeichnung.

Jubelnder Weihnachtsbaum

Platz zwei räumten Peter Mojzis und seine Schwester Andrea ab. Als Weihnachtsbaum verkleidet, sorgte der 40-jährige Regensburger im Saal stets für Aufmerksamkeit – besonders dann, wenn die Lichtlein auf ihm anfingen zu brennen. Statt grüner Zweige zierten 125 nicht minder grüne Luftballons sein Kostüm. Die Schwester nahm sich unterdessen der Rolle des schneeweißen Christkinds an. Innerhalb von drei Wochen hatten sie ihre tolle Idee verwirklicht – von der Planung über die Materialbeschaffung bis zur aufwendigen Handarbeit.

Geschlagen geben mussten sich die beiden lediglich Karin und Bernhard Miethaner aus Straubing. Nachdem die Straubinger im vorigen Jahr mit ihrer „Bella Italia“-Kostümierung den ersten Preis abgeräumt hatten, sicherten sie sich auch beim Uniball 2015 den Gesamtsieg. Im Lego-Outfit konnten sie die Jury abermals überzeugen – und die Wochenend-Reise ins goldene Prag war die Ihrige.

„Das Rheinland hat die Nase vorn“, witzelte Karin Miethaner, die aus Aachen stammt. Wie sie der MZ versicherte, schneidere sie mit ihrem Mann die Kleider ausnahmslos selbst.

DJs, Samba und Prinzenwalzer

  • DJs:

    An den Turntables rockten DJane Stella ( Rock und Pop), DJ Juffy mit seinem typischen „Shaka Lakka Sound“ und DJ Andy, bekannt von den MZ-30plus-Partys.

  • Überraschung:

    Als musikalische Überraschungsgäste elektrisierten Sarará als eine der größten Samba Baterias in Deutschland das Publikum. Brasilianische Straßenpercussion, afrikanische Beats und lateinamerikanische Rhythmen gaben sie am Samstagabend zum besten.

  • Lari-Fari Diesenbach:

    Ferner begeisterten die Gardemädchen und die Showtanzgruppe der Faschingsgesellschaft Lari-Fari aus Diesenbach mit ihren Auftritten. Die Diesenbacher haben sich in dieser Session dem Motto „Die 90er: That’s what we call 90s dance“ verschrieben.

  • Prinzenwalzer:

    Ihre Lieblichkeit Prinzessin Sina I. und seine Tollität Christian II. gönnten sich bei ihrem Prinzenwalzer die eine oder andere humoristische Einlage. (mds)

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