mz_logo

Regensburg-Stadt
Mittwoch, 24. August 2016 30° 1

Kommentar

Kein Raum für urbane Kunst?

Ein Kommentar von Heike Haala, MZ

Der Angriff des Künstlers Jakob Friedl auf den Künstler-Bürgermeister Jürgen Huber wirkt heftig. Dass Friedl wegen zweier Bäume auf die Barrikaden geht, die an einer Stelle gepflanzt werden sollen, für die er einen performativen Wettbewerb gefordert hatte, ist aber auch ein Ausdruck eines ganz anderen Problems: Eine Stadt wie Regensburg braucht mehr öffentlichen Raum für urbane Kunst.

Etwa gibt es in Regensburg wenige öffentliche Sprayerflächen. Wie viel Zulauf solche Wände aber haben, zeigt sich jeden Herbst, wenn die 24-Stunden-Galerie beim Dultplatz neu gestaltet wird. Zudem können auf so einem Experimentierfeld auch die Talente entdeckt und gefördert werden, die einmal die viel beschworene Kultur- und Kreativszene der Stadt bereichern werden. Nicht zuletzt betont Oberbürgermeister Joachim Wolbergs gerne, wie viel cooles und urbanes Potenzial die Stadt hat. Wer sich aber dieses Prädikat auf die Brust heften will, muss auch urbanen Kunstformen in der Öffentlichkeit zum Ausdruck verhelfen – und dafür Geld in die Hand nehmen.

Der dafür Ort muss nicht zwangsläufig der Ernst-Reuter-Platz sein. Sicher könnte dieses Genre auch in dem leerstehenden Haus in der Wahlenstraße seine Verwirklichung finden, das Wolbergs für eine Zwischennutzung anmieten will.

Kommentare (0) Regeln Unsere Community Regeln

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht