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Montag, 29. Mai 2017 30° 2

Abenteuer

Über die Donau zurück nach Down Under

Fünf Jahre gibt sich Sandy Robson: Von Ulm aus fährt sie im Kanu zurück nach Australien – jetzt passierte sie Regensburg.
Von Heike Haala, MZ

  • Robson passiert die Schleuse
  • Im Interview mit dem Videoteam der Mittelbayerischen
  • Sandy Robson auf der Donau
  • Sandy Robson auf der Donau

Regensburg. Sandy Robson würde sich selbst als verrückt bezeichnen: „Aber die Verrückten werden gewinnen“, sagt sie – das ist ihr Motto und es passt gut zu der Australierin. Für ihr momentanes Projekt hat sie sich fünf Jahre Zeit gegeben. Sie will von Ulm nach Australien paddeln. Im Kanu. Am 14. Mai startete sie in Ulm. Jetzt kam sie auf ihrem Weg auf der Donau in Regensburg vorbei.

Empfangen wurde Robson von einem Fanclub mit australischen Flaggen. Der Ruderverein Regensburg bot ihr eine Nacht Quartier. Für Dr. Alexander Dingeldey, den Vorstand des Vereins, war es selbstverständlich, ihr die Gastfreundschaft anzubieten: „Wir Wassersportler helfen uns“, sagt er. Robson sei guter Dinge und motiviert gewesen, erzählte er der MZ. Er hätte sich als Australien-Fan gut mit ihr verstanden. Sie sei eine Frau, die ihr Ziel klar im Auge hat.

Bis Straubing kam sie am Freitag. Ziel der gesamten ersten Etappe ist Zypern – die will Robson bis Oktober hinter sich gebracht haben. Noch bis zur bulgarischen Grenze folgt sie dem Verlauf der Donau, dann geht es weiter über Mazedonien, nach Griechenland, in die Ägäis und an die türkische Küste.

Von dort aus folgt der schwierigste Teil der Etappe: Die Fahrt über freies Gewässer nach Zypern. Während der fünf Jahre kehrt sie immer wieder nach Australien zurück, um zu arbeiten. Robson finanziert sich diesen Trip bis jetzt nämlich selbst.

Die Australierin folgt mit ihrer Reise der Route des deutschen Kanuten Oscar Speck. Der startete genau 79 Jahre vor Robson zur gleichen Reise. Sieben Jahre, drei Kajaks und 50.000 Kilometer später kam er in Australien an. Tragisch an seiner Geschichte ist, dass während der Tour der Zweite Weltkrieg ausbrach – als Speck in Australien ankam, wurde er von den Engländern dort wie alle anderen Deutschen behandelt und kam in ein Internierungslager.

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