40 Jahre Leidenschaft für St. Emmeram
Elisabeth Katzensteiner ist seit langer Zeit eine Größe in der Pfarrei, während die Geistlichen kommen und gehen. Ihre Aufgaben sind vielfältig.
Pfarrer Roman Gerl ist bereits der fünfte Pfarrer, dem Pfarrsekretärin Elisabeth Katzensteiner dient. Rechts im Bild ist Schwester Dorothea. Foto: St. Emmeram
Regensburg. Das Wort „Verwaltung“ ist leicht dahingesagt. Elisabeth Katzensteiner ist als Pfarrsekretärin bei St. Emmeram für Verwaltungsaufgaben zuständig – doch welche Fülle an Tätigkeiten dahintersteckt, könnte einen ganzen Zeitungsartikel füllen. Am 30. September wird sie für 40 Jahre treuen Dienst nach einem Gottesdienst um 11 Uhr von Pfarrer Roman Gerl geehrt.
Um drei große Bereiche kümmert sich Katzensteiner: um den Oberen Katholischen Friedhof, um den Kindergarten St. Emmeram und um die dazugehörige Kirchenstiftung. Ihr obliegen hauptsächlich Aufgaben der Buchhaltung und Finanzverwaltung.
Im Jahre 1963 hat sie nach Regensburg „hergeheiratet“. Ihre Familie wuchs in die Pfarrei St. Emmeram regelrecht hinein, durch den sonntäglichen Kirchenbesuch, die Taufe ihres Sohnes und den Kindergarten St. Emmeram war ihre Bindung an die Pfarrei von Anfang an sehr stark.
Ihren Mann um Erlaubnis gefragt
Nie vergessen wird sie den Tag im Jahre 1972, an dem der damalige Stadtpfarrer Lorenz Wellenhofer vorsichtig bei ihrem Mann anfragte, ob die Pfarrei Frau Katzensteiner einstellen dürfe: „Sind Sie damit einverstanden, Herr Katzensteiner?“ – „Da müssen Sie sie schon selber fragen!“
Frau Katzensteiner sagte Ja und hat es bis heute nicht bereut. Offiziell ist sie für 20 Stunden pro Woche engagiert, aber sie bürdet sich selbst ein weit größeres Pensum auf: „Wo andere klagen ,So ein Stress‘, da sag ich ,Das ist normale Arbeit‘“, schmunzelt sie.
40 Jahre sind eine lange Zeit. Das merkt man besonders daran, wie sich allmählich die Aufgaben geändert haben: „Früher gab es an Kirchweih immer die Kartoffelspende. Das war eine Zettelwirtschaft, um zu schauen, wer wieviel abholen darf!“
Oder die Weihnachtspakete: Zwischen 80 und 100 Stück, gefüllt mit Lebensmitteln und anderen nützlichen Dingen, wurden damals an die Bedürftigen der Pfarrei verteilt.

