Regensburg 16.09.2012, 19:25 Uhr

Das Theater meldet sich zurück

Die Ensembles boten einen Vorgeschmack auf die neue Saison. Intendant und OB kamen gleich mit dem Bagger auf den Bismarckplatz gefahren.

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Die Technikvorführung im Theater am Bismarckplatz begeisterte viele Besucher des Theaterfests. Fotos: altrofoto.de

Die Technikvorführung im Theater am Bismarckplatz begeisterte viele Besucher des Theaterfests. Fotos: altrofoto.de

Von Claudia Pollok, Mz

Regensburg. Das Regensburger Theater meldete sich am Sonntag mit seinem traditionellen Theaterfest aus der Sommerpause zurück. Ab sofort stehen wieder in allen Spielstätten die Türen offen. Die verschiedenen Ensembles freuten sich, dem Publikum einen ersten Vorgeschmack auf die neuen Stücke geben zu können. So konnten die Regensburger den ganzen Sonntag bei herrlichen Wetter gemütlich das Theater Bismarckplatz, das Velodrom und das Theater am Haidplatz besuchen.

Los ging es um 11 Uhr mit der Fanfare auf dem Balkon des Theaters. Zahlreiche Regensburger strömten anschließen in den Neuhaussaal, um sich anzuhören, was die Zuhörer bei dem Doppelstück „Der neue Orpheus“ von Kurt Weill und „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck im Musiktheater erwarten wird. Spätestens nach den gesanglichen Darbietungen von Theodora Varga und Aurora Perry war der Funke übergesprungen und die Zuhörer waren hingerissen.

Die Verschiedenheit der beiden Stücke sei genau das Spannende, erzählte Regisseur Peter Lund. Beide behandeln die Frage „Wie gehe ich mit Verlust durch den Tod um?“ unterschiedlich. Auch bei „Das letzte Feuer“, das am Theater am Haidplatz vorgestellt wurde, geht es um den Tod. Hier bekamen die Besucher zu Beginn eine kurze Kostprobe des modernen Stücks von Dea Loher. Besonders fiel den Zuschauern der schiefe Bühnenboden auf. Er sei eine Metapher für die Schieflage innerhalb der Familie nach dem Tod des Sohnes, erklärte die Bühnenbildnerin Dorit Lievenbrück.

Das Theater und die Jugend

Ab zwölf Uhr konnten sich die Theaterfans von morgen austoben. Wer durch die Stadt bummelte, sah bestimmt eine der kleinen Kindergruppen, die alle stolz bunte Hüte aus der Theatergarderobe trugen. Theatermitarbeiter wie Marianne Repschläger organisierten für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren kleine Rallyes im Theater und in der Stadt. Dabei mussten die Kinder Aufgaben meistern, die auch echte Schauspieler lernen, zum Beispiel, sich durch Pantomime auszudrücken oder mit Steinen verschiedene Töne zu erzeugen.

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