Regensburg-Stadt 27.03.2012, 15:59 Uhr

Der Ministerrat segnet das Museum ab

Jetzt ist es sicher: Das Museum für bayerische Geschichte kommt nach Regensburg. Das entschied der Ministerrat einstimmig.


        Am Donaumarkt wird bis 2018 das Museum für bayerische Geschichte gebaut.(Foto: Lex)

Am Donaumarkt wird bis 2018 das Museum für bayerische Geschichte gebaut.(Foto: Lex)

Regensburg. Am Dienstag um 10.50 Uhr war die Entscheidung gefallen: Der Ministerrat in München hat einstimmig dafür votiert, das Museum der bayerischen Geschichte in Regensburg zu bauen. Der Beschluss heißt im Wortlaut: „Der Ministerrat bittet Kunstminister Heubisch, die Vertragsunterzeichnung für das Museum vorzubereiten.“ Heubisch wird gemeinsam mit Ministerpräsident Seehofer am 23. April nach Regensburg kommen, um den Vertrag gemeinsam mit OB Hans Schaidinger zu unterzeichnen.

Die gute Nachricht teilte MdB Horst Meierhofer der MZ mit. Er hatte sich bei seinem Parteifreund Wolfgang Heubisch (FDP) massiv für den Standort Regensburg eingesetzt. „Das ist eine Riesenchance für uns – gerade im Hinblick auf die Stadtreparatur am Donaumarkt“, war Meierhofers freudiger Kommentar.

Die Gestaltung des geplanten Museums der bayerischen Geschichte in Regensburg soll im nächsten Jahr feststehen. Wissenschaftsminister Heubisch nannte am Dienstag nach der Kabinettssitzung einen ehrgeizigen Zeitplan für die nächsten Monate: Nach einem Besuch am 23. April wollen er und Seehofer die Vereinbarung mit der Stadt für den Bau des geschätzt 61,5 Millionen Euro teuren Museums unterzeichnen. Danach soll der Architekten-Wettbewerb vorbereitet werden, dieser soll laut Heubisch voraussichtlich bis Ende Dezember laufen. 2013 könne die Stadt dann schon mit den „grundlegenden Arbeiten“ beginnen, sagte der FDP-Politiker.

Die Stadt Regensburg beziffert ihren eigenen Beitrag auf einen Wert von 20 Millionen Euro — mehr, als die Staatsregierung erwartete. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Beitrag in barem Geld. Stattdessen stellt die Kommune die Grundstücke zur Verfügung, kümmert sich um die Erschließung und will kostenlos für den Freistaat die gesamte Energie für Heizung und Kühlung liefern, weitgehend aus erneuerbaren Energien.

„Unter diesem Gesichtspunkt wird das eines der fortschrittlichsten Museen Europas“, sagte Heubisch. Eröffnet werden soll das Museum 2018. „Wir schieben das nicht auf die lange Bank“, scherzte Heubisch unter Verweis auf das vermutlich in Regensburg entstandene geflügelte Wort. Während des Immerwährenden Reichstags im 17. Jahrhundert mussten dort der Überlieferung nach Gesandte und Abgeordnete auf langen Bänken ausharren. Ähnliches soll sich dieses Mal nicht wiederholen.

 

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