Regensburg-Stadt 28.10.2012, 14:47 Uhr

Die neue Methode soll motivieren

An der Realschule Oberroning wird mit dem Marchtaler-Plan ein neues pädagogisches Konzept eingeführt. Beginn ist nach den Allerheiligenferien.

Die Eltern zeigten großes Interesse – Fragen beantworteten die Lehrkräfte, die die Materialkästen vorbereitet hatten, es durfte fleißig ausprobiert werden. Foto: Marianne Schmid

Die Eltern zeigten großes Interesse – Fragen beantworteten die Lehrkräfte, die die Materialkästen vorbereitet hatten, es durfte fleißig ausprobiert werden. Foto: Marianne Schmid

Von Marianne Schmid, MZ

Oberroning. Die Realschule Oberroning startet mit der Umsetzung eines neuen pädagogischen Konzepts. Nach den Allerheiligenferien soll der sogenannte Marchtaler-Plan stufenweise eingeführt werden. Bei einem Infoabend stellten Studienrat Wolfgang Maier und seine Kolleginnen Julia Maier, Maria Pixa, Maria Reichl, Adelheid Streu und Yvonne Weigl die neue Methode des Lernens und Arbeitens in Theorie und Praxis zunächst den Eltern der Fünftklässler vor.

Wie ist die Schule dazu gekommen? Nach einer internen Evaluation gab es Überlegungen einer Arbeitsgruppe, wie man die Motivation der Schüler steigern könne. Gemeinsam hat man sich über Möglichkeiten kundig gemacht und ist in Eichstätt auf den Marchtaler-Plan gestoßen. Dort wird an der Maria-Ward-Realschule in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt dieses Konzept inzwischen im dritten Jahr umgesetzt.

„Der Marchtaler-Plan besteht aus drei Säulen“, erklärte Studienrat Maier den Eltern, aus der „Freien Stillarbeit“ (FSA), die in Oberroning eingeführt wird, dem Morgenkreis und dem vernetzten Unterricht, der erst in höheren Jahrgangsstufen zum Tragen käme.

Die Freie Stillarbeit

Nach den Allerheiligenferien ist künftig von Dienstag bis Freitag in den fünften Klassen die erste Stunde eine FSA-Stunde. Für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Erdkunde und Religion stehen die Materialkästen bereit, in denen von jedem Schüler zu erarbeitende Unterrichtseinheiten zu finden sind. Die Schüler entscheiden selbst, was sie jeweils machen, arbeiten in ihrem persönlichen Tempo, sind für die Weitergabe des Arbeitsergebnisses verantwortlich und führen ein Begleitheft, in dem alle Arbeitsschritte dokumentiert sind.

Die FSA gliedert sich in sogenannte „sixpacks“, das heißt in Unterrichtseinheiten von je sechs Wochen. Das Beherrschen der Lerninhalte wird mündlich angesagt, schriftlich oder in anderen Formen geprüft. „Auch wir lernen dazu“, meinte Meier. „Es sei nicht vorgesehen, nichts zu tun“, erklärte er, „denn jeder Schüler muss in einem Zeitraum von sechs Wochen das Pensum abgearbeitet haben“. Im restlichen Schuljahr bleibe Zeit für neue Themen.

 

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