Regensburg 29.07.2010, 18:13 Uhr

Ersatzbrücke: Stadt hofft vergeblich auf Unesco

Das Gutachten zu den ÖPNV-Trassen als Ersatz für die Steinerne ist in Brasilia nicht auf die Tagesordnung gesetzt worden.

Die Steinerne Brücke bleibt auch nach der Sanierung für Busse tabu. Foto: altrofoto.de

Die Steinerne Brücke bleibt auch nach der Sanierung für Busse tabu. Foto: altrofoto.de

Von Claudia Böken, MZ

Regensburg. Die Entscheidung, ob und wie Regensburg in Sachen Ersatz für die Steinerne Brücke weitermachen soll, ist in Brasilia nicht gefallen. Das Thema Regensburg steht gar nicht auf der Tagesordnung der Unesco-Welterbetagung, die seit vergangenem Sonntag läuft und noch bis 3. August dauert. Im Landesamt für Denkmalpflege in München ist dazu ein Mail einer Repräsentantin der Bundesrepublik Deutschland eingegangen, bestätigte gestern auf MZ-Nachfrage der Stellvertreter des Generalkonservators, Dr. Sebastian Sommer. Aus Termingründen, so zitiert er aus dem Schreiben, seien nur Punkte auf die Tagesordnung gesetzt worden, deren Unterlagen vor dem 1. Februar in Paris waren.

Bei der Stadt wusste man übrigens gestern nichts davon, dass es aus Brasilia weder einen Rat noch eine Entscheidung in Sachen Regensburger Ersatzbrücke geben wird. Ob die Regensburger ÖPNV-Brücke bis zum nächsten Treffen des Welterbekomitees in einem Jahr auf Eis gelegt wird oder ob die Verwaltung beide Varianten weiter bearbeitet, bleibt jetzt eine spannende Frage.

 

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