Regensburg Marathon 2012 kann stattfinden
Bis in die Nacht diskutierten LLC-Mitglieder über die Zukunft des Sport-Events — und hatten am Ende gute Nachrichten.
Der Regensburger Triathlet Ralf Preissl beim Regensburg Marathon 2010 (Foto: altrofoto.de)
Regensburg.
Auch 2012 wird es einen Regensburg Marathon geben — das gaben die Organisatoren in der Nacht zum Dienstag bekannt. Hinter der Vorstandschaft des LLC Marathon Regensburg um Vorsitzende Sylvia Gingele und den vielen Mitgliedern, die am Montagabend zur außerordentlichen Versammlung gekommen waren, liegen viele Stunden intensiver Diskussion. Kein Wunder, schließlich ging es nach dem Rückzug von Marathon-Organisatorin Marion Fuchs um nichts Geringeres als den Fortbestand der bundesweit beliebten Laufveranstaltung. Um kurz vor Mitternacht konnte Gingele dann erleichtert verkünden: „Wir werden den Marathon 2012 durchziehen“.
Ehrenamt alleine genügt nicht
Der Verein werde sich bemühen, ein Orga-Team mit erfahrenen Leuten einzurichten. Wer Fuchs nachfolgen werde, dazu wollte Gingele noch keinen Namen nennen: „Wer als Geschäftsführer in die Marathon GmbH eintritt, ist noch nicht spruchreif.“ Sie stellte auch klar: In der Sitzung war nur über den Marathon 2012 gesprochen worden. Über spätere Veranstaltungen werde noch diskutiert.
Die MZ-Meldung über das mögliche Aus für den Regensburg Marathon hatte in der Laufszene wie eine Bombe eingeschlagen. Überraschend hatte Marion Fuchs, die als Geschäftsführerin der Marathon GmbH den Lauf viele Jahre organisiert hatte, ihren Rückzug angekündigt.
Eine Großveranstaltung wie den Regensburg Marathon, die etwa 200.000 bis 250.000 Euro kostet, kann der LLC auf ehrenamtlicher Basis alleine nicht stemmen. Die Entscheidung, wie es mit dem Laufevent weitergeht, hatte der Verein in die Hände der Mitglieder gelegt, sie sollten entscheiden. Als Optionen wurden unter anderem die externe und damit kostenintensive Vergabe an eine GmbH ebenso in Betracht gezogen wie die Organisation des Marathons durch den Verein selbst.
Es gibt mehrere Optionen
Noch eine Option wurde am Montag ins Spiel gebracht. Könnte sich nicht die Stadt Regensburg – so wie es in anderen Kommunen der Fall ist – einbringen und zumindest als Mitveranstalter auftreten? Die Stadt hält sich da noch bedeckt. „Die Mitgliederversammlung muss erst einmal abgewartet werden, um zu sehen, wie der Verein weiter vorgehen will“, betonte Pressesprecherin Juliane von Roenne-Styra auf MZ-Anfrage. Aber: Die Stadt schätze den Marathon sehr und würde es begrüßen, wenn er weitergeführt wird. „Die Stadt ist jederzeit offen für Gespräche“, sagte sie.


