Regensburg 14.08.2012, 19:21 Uhr

Rewag zieht die Preise an

Trinkwasser und Strom in Regensburg und Umgebung werden teurer. Das Unternehmen begründet das vor allem mit den gestiegenen Betriebskosten.

Die Rewag erhöht ihre Preise. Foto: dpa

Die Rewag erhöht ihre Preise. Foto: dpa

Von Claudia Böken, MZ

Regensburg. Rewag-Kunden stehen in den kommenden beiden Monaten zwei Preissteigerungen ins Haus, Strom und Wasser in Regensburg und Umgebung werden teurer. Zum 1. September erhöht der Regensburger Energieversorger den Preis für Trinkwasser um acht Prozent. Strom wird ab dem 1. Oktober um durchschnittlich zehn Prozent teurer. Das gab das Unternehmen bei einer Pressekonferenz bekannt. Betroffen sind die Stadt Regensburg, die Gemeindeteile Kareth und Rehtal des Marktes Lappersdorf sowie die Gemeinde Zeitlarn.

Rewag-Vorstandsvorsitzender Norbert Breidenbach erläuterte, dass der Trinkwasserpreis mehr als 16 Jahre stabil geblieben sei. Seit 1. Januar 1996 habe der Kubikmeterpreis 1,14 Euro betragen. Künftig werde er brutto um zwölf Cent auf 1,26 Euro steigen. Für ein Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 125 Kubikmetern Wasser erhöhten sich damit die jährlichen Kosten um 14,41 auf 213,55 Euro.

Hohe Investitionskosten

Breidenbach sprach von einer „moderaten Erhöhung“, die er mit gestiegenen Kosten für Förderung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers sowie erheblichen Investitionen begründete. In den vergangenen Jahren sei viel Geld beispielsweise in die Wasserwerke Sallern und Oberer Wöhrd und in das Leitungsnetz gesteckt worden. Selbst nach der Erhöhung, betonte er, sei der Regensburger Wasserpreis weiterhin der zweitgünstigste unter den bayerischen Großstädten. Billiger sei Wasser lediglich in Ingolstadt; die Würzburger müssten pro Kubikmeter über einen Euro mehr berappen.

Diese 14,41 Euro im Jahre werden die Regensburger nicht arm machen. Einen Monat später aber kommt auch noch die Strompreis-Erhöhung dazu. Und da wird es heftig: Die Kilowattstunde steigt brutto von 20,4 auf 22,99 Cent. Gemeinsam mit dem Grundpreis, der sich nicht verändert, zahlt der Besitzer oder Mieter eines Einfamilienhauses, in dem 3500 Kilowattstunden verbraucht werden, künftig um 11,4 Prozent mehr. In Euro ausgedrückt macht das pro Jahr statt 799,13 Euro 889,93 Euro– ein Plus von 90,80 Euro. Für eine Wohnung, in der 1500 Kilowatt verbraucht werden, beträgt die Erhöhung immerhin 9,9 Prozent, das entspricht 38,91 Euro.

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