Aumer kauft Wirtshaus
Wörths Gasthaus Butz war lange zu erwerben. Jetzt hat der Brennberger Multi-Unternehmer zugeschlagen. Die Mitarbeiter werden informiert.
Das Gasthaus Butz wurde von Ernst Aumer erworben. Foto: Schießl
Wörth. Was die Spatzen schon seit längerem von den Dächern pfiffen, ist jetzt beschlossene Sache. Der Brennberger Multi-Unternehmer Ernst Aumer (55) hat das Wörther Traditionshaus Butz von Bärbl Hammerschmid gekauft. Sie hatte das Gasthaus samt Metzgerei und Hotel schon vor einigen Jahren im Internet über einen Regensburger Immobilien-Makler zum Preis von 1,4 Millionen Euro angeboten. Beobachter gehen davon aus, dass der Kaufpreis, über den Stillschweigen vereinbart wurde, ein gutes Stück darunter lag.
Ernst Aumer und Bärbl Hammerschmid (71) hatten lange Verhandlungen geführt. Einig wurden sich der Brennberger und die Gastwirtin, deren Mann Rudi den Betrieb von den Alois und Katharina Baumann geerbt hatte, in dieser Woche. Der Gang zum Notar wurde bereits getätigt. Bärbl und Rudi Hammerschmid hatten das Wörther Traditionshaus seit 1970 geleitet, nach dem Tod des Wirts im Jahr 2004 führte die Gastronomin, die aus Vilsbiburg stammte, Gasthaus, Metzgerei und Hotel alleine weiter. Verkaufsgedanken hatte die Butz-Wirtin, wie sie von vielen Wörthern genannt wird, schon seit längerem. Mangels Nachkommen hatte sie den Betrieb, der zuletzt etwa 30 Angestellte zählte, über das Internet ausschreiben lassen.
Der Brennberger Unternehmer, der den Kauf tätigte, besitzt in seiner Heimatgemeinde bereits das Gasthaus „Zur Burg“, das er von Heiner Weigl erwarb und liebevoll restaurierte. Schlagzeilen machte Aumer auch durch seinen beruflichen Werdegang, den er 1977 mit der Gründung der Firma Ernst Aumer Radlader begann. Zwei Jahre später rief er die Aumer Montagebau ins Leben, ehe er 1997 eine Firma namens Hoch -und Tiefbau in Wörth im Gewerbegebiet Im Haslet gründete. Drei Jahre später wurde eine Niederlassung Gewerbebau in Garching auf die Beine gestellt, bevor dann 2003 in der Ukraine und später in Österreich und der Tschechischen Republik Werke aufgebaut wurde. Im Raum Bayern macht die Bauträger-Firma Aurora immer wieder von sich Reden.
Ernst Aumer wird die Beschäftigten des Gasthofs Butz heute Abend vom Kauf und von seinen Vorstellungen informieren. Über seine Pläne für den Wörther Betrieb wollte sich Aumer gestern noch nicht äußern. „Jetzt muss erst einmal die Belegschaft informiert werden“, sagte er zum Wörther Anzeiger der MZ. Erst dann werde er die Wörther wissen lassen, wie er das Wörther Haus weiterführen werden. Ein Schritt nach dem anderen, meinte der Brennberger. (ws)

