Landkreis Regensburg 22.06.2012, 18:07 Uhr

Donaustaufer wurde Ironman-Held

Thomas Niedermeier hatte gezögert am härtesten Sport-Event der Welt teilzunehmen. Mit jedem Training stieg die Gewissheit, es zu schaffen.

Thomas Niedermeier wurde im Zielbereich erwartet. Foto: Niedermeier

Thomas Niedermeier wurde im Zielbereich erwartet. Foto: Niedermeier

von Petra Schmid, MZ

Donaustauf. Eine Woche ist nun der Ironman Regensburg her. Doch bei den Ausdauersportlern ist er immer noch in aller Munde – beispielsweise beim SV Donaustauf. Im Vorfeld des Ironman, der auch an der Marktgemeinde vorbeiführt, hatte es sich bereits herum gesprochen: Ein Stauferer sei dabei. Nein, nicht von Gregory Bellynck, Nummer eins der hiesigen Extremsportler, war die Rede. Ein weiterer Einheimischer sei am Start.

Dessen Name wurde nur unter der Hand gehandelt. Mittlerweile ist der Name auch offiziell bekannt. Der frischgebackene „Ironman“ war bereit zum Interview mit der MZ. Freilich bestand der Kontakt zum Hobby-Sportler bereits im Vorfeld, aber er wollte sich lieber bedeckt halten. „Ich wollte nicht, dass es jeder schon vorher weiß, dass ich den Ironman mache. Es hätte ja sein können, dass ich es nicht schaffe“, erklärt Thomas Niedermeier. Er lächelt. Nur ein eingeweihter Kreis hat ihn unterstützt.

Ein Schriftzug auf dem Asphalt

Als Motivation haben sie ihm einen Schriftzug auf die Straße vor seinem Haus gesprüht: „Go Tom Go. Des schaffst Du“, steht da in großen roten Buchstaben auf dem grauen Asphalt. Seine eigenen Erwartungen habe er weit übertroffen – 10 Stunden, 26 Minuten, 31 Sekunden. Dabei zu sein und es zu schaffen, sei sein erstes Ziel gewesen.

Der 33-jährige ist ein eher ruhiger Mensch mit einer gehörigen Dosis Humor. Der Wunsch ein Ironman zu werden sei beim Zuschauen im Zieleinlauf des ersten Ironman Regensburg entstanden, sagte er. Das Glitzern in seinen Augen und den dazugehörigen Traum habe seine Freundin Alexandra sofort registriert und mit „Du regst mich auf!“, kommentiert.

An zahlreichen Ausdauer-Events nahm Niedermeier in den vergangenen zwei Jahren teil – etwa den Triathlon-Halbmarathon in Kallmünz. Im September 2011 ist die endgültige Entscheidung gefallen. „Wir haben uns angemeldet. Wir, deshalb, denn ohne das Okay meiner Freundin wäre es nicht gegangen“, sagt er.

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