Regensburg-Land 08.03.2013, 07:51 Uhr

Ohne Operation muss sie sterben

Der Pfatterer Franz Eisenschink und Pater Moses wollen der 18-jährigen Deborah aus Ghana helfen. Der drohende Tod verschlang den Lebenstraum.

Die 18-jährige Deborah leidet unter einer tödlichen Herzkrankheit. Ohne Operation wird sie sterben. Foto: lto

Die 18-jährige Deborah leidet unter einer tödlichen Herzkrankheit. Ohne Operation wird sie sterben. Foto: lto

Von Antonie Biederer, MZ

PFATTER. Wem eine tödliche Krankheit diagnostiziert wurde, dem entschwindet in einem Moment die Zukunft. Jede Minute könnte die letzte sein, nicht gelebte Träume werden bereut, manche Chancen sind für immer verbaut.

Als der heute 18-jährigen Deborah Ayete ein Herzfehler bescheinigt wurde, der ohne Operation zu ihrem baldigen Tod führen wird, brach für sie und ihre Familie ein Traum zusammen. Denn für die begabte Schülerin aus ärmsten Verhältnissen wäre ein Ausweg aus der Verelendung offen gestanden.

Eine brillante Schülerin

„Deborah ist eine brillante Schülerin mit einer strahlenden Zukunft. Ihre Hoffnung war es, Ärztin zu werden“, schreiben die Lehrer über das aufgeweckte Mädchen, das heuer ihr Abschlussjahr hätte. „Mein Traum schwindet dahin. Meine Gesundheit wird zunehmend schlechter, ich verbringe die meiste Zeit im Krankenhaus und verpasse dadurch sehr viele Unterrichtsstunden“, beschreibt die junge Frau selbst ihre Lage.

Die 18-Jährige leidet unter dem so genannten angeborenen „Atriumseptumdefekt“ (ASD), volkssprachlich auch „Loch im Herzen“ genannt. Die Ärzte müssten sie am offenen Herzen operieren, um ihr Überleben zu gewährleisten.

Operation kostet 10.000 Euro

Die Kosten für diesen Eingriff betragen allerdings 10.000 Euro. Für die Hälfte aufzukommen hat sich die Ghana-Herz-Stiftung angeboten. 5000 Euro sind aber für die Familie der Jugendlichen eine Unmöglichkeit aufzubringen, da der Vater nur eine winzige Ananasfarm bewirtschaftet und die Mutter nur wenige Cent durch den Verkauf von Ohrringen verdient. Verwandte, Freunde und Schulkameraden müssten in dem Entwicklungsland hilflos mit ansehen, wie die junge Frau stirbt.

Vor kurzem kam Pater Moses, ein Steyler Missionar, der erst neulich in Pfatter zwei Vorträge und Messen gehalten hatte, die Begebenheit zu Ohren. Als Gründer der Stiftung „Regentropfen“ erklärte er: „Ich kann nicht dabeistehen und zusehen, wie das junge Mädchen stirbt“.

 

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