Regensburg-Land 22.06.2011, 06:46 Uhr

Parkplatzmangel an Raststätte endet tödlich

Bei Wörth kracht ein Laster gegen drei geparkte Lkw — ein Fahrer stirbt. ADAC bemängelt fehlende Stellflächen.

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Drei LKW fingen auf der A3 Feuer und brannten komplett aus. Ein Fahrer starb in den Flammen.

Drei LKW fingen auf der A3 Feuer und brannten komplett aus. Ein Fahrer starb in den Flammen.

Kirchroth. Erneut ist in Bayern ein Mensch bei einem Unfall auf einem überfüllten Autobahn-Parkplatz ums Leben gekommen. Ein 53-jähriger Lastwagenfahrer verbrannte am Dienstagmorgen zwischen Wörth und Kirchroth an der Autobahn Regensburg-Passau (A3) im Führerhaus seines Sattelschleppers. Der ADAC bemängelt, dass an deutschen Autobahnen zehntausende Lkw-Parkplätze fehlen.

Für die Helfer bot sich am Dienstag ein Bild des Grauens. An der Einfahrt zum Autobahnparkplatz Tiefenthal, hatte ein 53-jähriger Brummifahrer aus der Slowakei die Herrschaft über sein Gefährt verloren. Dieses streifte einen verbotenerweise in der Einfahrt am Fahrbahnrand geparkten Lastzug und krachte dann gegen zwei weitere davor geparkte Lkws. Alle drei Lastwägen gingen sofort in Flammen auf, der Unfallverursacher verbrannte in seinem Führerhaus.

Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung steht im Raum

Die beiden anderen Fahrer konnten sich in letzter Sekunde retten. Der in der Einfahrt stehende Brummifahrer könnte wegen fahrlässiger Tötung belangt werden. Die Polizei beziffert den Schaden auf 500.000 Euro.

Rettungskräfte waren am Morgen mit einem Großaufgebot im Einsatz, darunter allein 100 Feuerwehrleute. „Das Feuer konnte relativ schnell gelöscht werden“, sagte Polizeisprecher Thomas Pfeffer. Der Bereich des südlichen Parkplatzes war noch bis weit nach Mittag verwüstet. Das Führerhaus des Lkws aus der Slowakei wurde schon bei der ersten Berührung mit einem am rechten Fahrbahnrand geparkten Brummi aufgerissen. Herumliegende Blechteile zeugten Stunden später davon. Hunderte von Eimern, die der Unfallverursacher geladen hatte, waren zu Boden gefallen und aufgerissen.

Die A3 wurde erst am späten Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben. Auf der Autobahn in Richtung Passau entstanden lange Staus. Die Polizei leitete die Verkehrsteilnehmer an der Ausfahrt Wörth-Ost ab. Einmal mehr quälten sich kilometerlange Schlangen über die B8 durch Pfatter.

 

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