S-Bahnanbindung wird untersucht
Experten diskutieren mögliche Verbesserungen des öffentlichen Personennahverkehrs im Raum Schierling. Bestehende Bushaltestellen sollen erhalten bleiben.
In Schierling wurde engagiert über die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs im Ort diskutiert: Geschäftsführer Josef Weigl von der GFN, Prof. Dr. Volker Weinbrenner und Bürgermeister Christian Kiendl (von links). Foto: Wallner
SCHIERLING. Der öffentliche ’Personennahverkehr im Raum ’Schierling sei „sehr gut“, sagte Geschäftsführer ’Josef Weigl von der Gesellschaft zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (GFN) im Landkreis beim Workshop im Vereinsheim des TV Schierling. Deshalb stieß das Angebot des Markts, im Rahmen der Erarbeitung des Klimaschutz- und Energiesparkonzepts über eine Verbesserung des Personennahverkehrs zu sprechen, auf weniger Interesse. Bei der Auftaktveranstaltung wurde eine bessere Anbindung der nördlich gelegenen Baugebiete an das Bussystem gewünscht.
Ein solches Optimierungskonzept stellte Prof. Dr. Volker Weinbrenner als Mitglied der Steuerungsgruppe vor. Diese Idee kam ursprünglich von einem Bürger, so Weinbrenner. Er machte an einer Karte sichtbar, dass im südlichen Teil Schierlings das Bushaltestellennetz relativ dicht ist, während es im Norden „deutlich düsterer“ aussehe. Eine grundsätzliche Idee sei, die Haltestelle von der Leierndorfer Straße an den Kreisverkehr bei den Autohäusern Angerer und Astaller zu verlegen. Damit könnten künftig auch neu zu erwartende Arbeitsplätze im Gewerbegebiet „Esper Au“ an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angebunden werden.
Außerdem sah das Konzept vor, den Bus durch ‚„Markstein“ und ‚„Antonileit’n“ zu lenken und bei der Kapelle eine Bushaltestelle einzurichten. Prof. Weinbrenner verwies darauf, dass die nördlichen Wohngebiete auf der Anhöhe liegen, so dass die Pendler am Morgen runter und am Abend wieder hoch müssen. Eine Änderung der Route durch die Wohngebiete bedeute eine Verlängerung der Route um gut drei Minuten. Um keine Zeit zu verlieren, brachte er ins Gespräch, eine der Haltestellen im Süden zu streichen. Innerhalb eines 500-Meter-Radius könnten so alle südlichen Gebiete den Bus nach wie vor bequem erreichen.
Josef Weigl erklärte, dass längere Fahrzeiten des Busses Probleme bei der Anbindung an die Züge in Eggmühl bringen würden. Schierling habe ein „sehr gutes Angebot“ beim Personennahverkehr. Besonders die gleichzeitige Abfahrt der Züge in beide Richtungen am Bahnhof Eggmühl sei ein Vorteil. „Der Knoten Eggmühl soll auf Dauer Bestand haben“, versicherte Weigl. An der Busverbindung hänge allerdings auch Langquaid. Er lehnte eine neue Streckenführung durch die Wohngebiete ab, denn dort handle es sich um Tempo-30-Zonen. Mit der längeren Wegeführung prognostizierte Weigl eine Verlängerung der Fahrzeit um rund 10 Minuten.

