Regensburg-Land 27.07.2013, 10:42 Uhr

Windpark: Fronten bleiben hart

Das Projekt im Paintner Forst stößt bei Anwohnern auf Ablehnung. Daran änderte auch ein Treffen mit Landtagskandidat Jürgen Mistol (Grüne) nichts.

erstes Bild Bild zurück
Bild 1 von 2
Bild weiter letzes Bild
Auch das Brüten über den Plänen brachte keine Annäherung: Jürgen Mistol, Rainer Donhauser, Claus Blesch, Ulrich Lenz, Stefan Schmidt, Maria Scharfenberg, Jan Schadwell (von links) bei dem Treffen von Unterstützern und Gegnern des Windparks Painten in Viergstetten Fotos: Hueber-Lutz

Auch das Brüten über den Plänen brachte keine Annäherung: Jürgen Mistol, Rainer Donhauser, Claus Blesch, Ulrich Lenz, Stefan Schmidt, Maria Scharfenberg, Jan Schadwell (von links) bei dem Treffen von Unterstützern und Gegnern des Windparks Painten in Viergstetten Fotos: Hueber-Lutz

Von Gabi Hueber-Lutz, MZ

VIERGSTETTEN. Eine Annäherung ist nicht in Sicht: Wegen der Differenzen über den geplanten Windpark Painten hatten sich am Mittwoch Vertreter der Bürgerinitiative Gegenwind und der Befürworter des Windparks im Ort Viergstetten (Gemeinde Nittendorf) getroffen.

Der Grüne Landtagskandidat Jürgen Mistol hatte zu dem Treffen geladen, um sich vor Ort zu informieren und als weitere Vertreter seiner Partei kamen Landtagsabgeordnete Maria Scharfenberg und Bundestagskandidat Stefan Schmidt. „Beim Reden kommen d’Leut zamm“, darauf hatte Mistol gehofft. An den bestehenden Meinungen und Positionen hatte sich jedoch am Ende nichts verändert.

Rainer Donhauser von der BI führte aus, dass man sich in Viergstetten und Haugenried von geplanten 17 Wind-Kraft-Anlagen umzingelt fühle. 14 dieser Anlagen werden von der Firma Ostwind im Paintner Forst (Landkreis Kelheim) geplant, drei auf dem Gemeindegebiet Sinzing.

„Wir wären doch bescheuert“

Lange Zeit drehte sich die Diskussion um das Thema Wirtschaftlichkeit. Die Vertreter der BI bezweifelten vehement, dass die geplanten Anlagen im Paintner Forst wirtschaftlich betrieben werden können. „Man muss die Physik betrachten, die lügt nicht“, so Donhauser. Er kritisierte, dass die Zwischenergebnisse, die am Windmast Painten gesammelt wurden, nicht herausgegeben werden. Ulrich Lenz, Vorstand der planenden Firma Ostwind entlockte diese Meinung ein Kopfschütteln: „Wir wären doch bescheuert, wenn wir das planen würden und nicht wüssten, dass das funktioniert.“ Außerdem würden auch die Banken ganz genau auf die Wirtschaftlichkeit schauen, denn sie finanzieren das Projekt zu 75 Prozent. „Zur Not springt der Steuerzahler wieder ein“, mutmaßte daraufhin Claus Blesch von der BI, was Maria Scharfenberg zu der Bemerkung veranlasste: „Ach hören Sie doch auf!“

Die Veröffentlichung der Ergebnisse des Windmastens lehnte Lenz explizit ab. Das sei „wertvolles Kapital“ auf dessen Veröffentlichung die Konkurrenz nur warten würde. Vonseiten der Politiker wurde nicht bezweifelt, dass Ostwind die Wirtschaftlichkeit der Anlage einzuschätzen vermag.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo