Zeitlarner Läufer trotzen dem Regen
Die 11. Auflage des Gemeinde-Events litt unter den Wetterkapriolen. Rund 60 Teilnehmer ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen
Während die Teilnehmer des Gemeindelaufs auf besseres Wetter warteten, übte Landrat Herbert Mirbeth schon mal den Startschuss. Foto: Strasser
ZEITLARN.
Schlechtes Wetter, strömender Regen, Blitz und Donner. Ein Grund für Trübsal und Ärger? Annette Weigert zuckt die Schultern. „Man kann es sich nicht aussuchen“, sagt die Leiterin der Skiabteilung und lächelt tapfer.
Zusammen mit Brigitte Feuerer von den Gymnastikdamen organisiert sie mittlerweile zum 11. Mal den Zeitlarner Gemeindelauf, doch an diesem Tag macht ausgerechnet Wettergott Petrus einen kleinen aber ungemein nassen Strich durch die sportliche Rechnung.
Um Annette Weigert herum im Start-Ziel-Stadl der Familie Schindler im Ortsteil Mühlhof stehen und sitzen an die 60 Sportler. Nordic Walker und Läufer. Alle warten auf den Startschuss.
„Wir sind ja nicht aus Zucker“
Während dutzende Bananen Gefahr laufen nicht verzehrt zu werden, gehen die Blicke nach draußen zu den dunklen Wolken. Bei vielen macht sich dennoch Zuversicht breit. „Das wird schon“, ist sich Sandra Aichner sicher und ihre Kinder und Jungläufer Robin (5) und Kim (7) nuckeln vergnüglich an einer Limo. „Klar laufen wir“ meint Kim. Klare Sache auch für Hans Zimmerer, mit 70 Jahren der älteste Teilnehmer des Traditionslaufes, der von Rudi Schiegerl mit viel Engagement und zielsicher ausgesteckt wurde. „Wir sind ja nicht aus Zucker und die Temperaturen sind auch ideal“, meint er und sein Laufkollege Klaus Huber aus Wenzenbach nickt bestätigend.
Pünktlich zum geplanten Start kommt prominenter Besuch. Bürgermeister Franz Kröninger und SV-Vorstand Alois Bucher haben Landrat Herbert Mirbeth im Schlepptau, der sich den Startschuss in seinen Terminkalender eingetragen hat. „Das machen wir erstmal symbolisch“, meint Weigert angesichts des Regens und drückt dem Landrat eine Startpistole in die Hand. Eine Stunde später lässt das Gewitter tatsächlich nach, die Nordic Walker packen ihre Stöcke aus und die Läufer gehen auf Startposition, der Lauf kann stattfinden. Elf und fünf Kilometer lange Laufstrecken sowie eine neun Kilometer lange Nordic-Walking-Strecke stehen zur Verfügung. Jeder wie er will oder mag, schnell oder gemütlich, wobei „gemütlich“ eher unter sportlichen Gesichtspunkten zu sehen ist.
Strecken für jeden Geschmack
Nach zwei Stunden sind die Teilnehmer wieder zurück, patschnass aber zufrieden. „Jetzt kommt der gemütliche Teil“, freut sich Zimmerer und wechselt von den nassen Klamotten in die Freizeitjeans. Zwischenzeitlich glühen die Kohlen, die Bratwürstl sind fertig, die Stimmung ist prächtig und auch die Kuchenbleche sind noch nicht leer gegessen und der 11. Gemeindelauf wird verbal noch einmal aufgearbeitet.

