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Montag, 22. Januar 2018 11

Veranstaltung

Eisgala verzückt die Regensburger

Knapp 3000 Besucher verfolgten kunstvolle Pirouetten und Sprünge. Tenor Paul Potts begleitete die Spitzensportler.
Von Daniel Steffen, MZ

  • Akrobatin Olga Pustovit zeigte ihre Kunst in luftiger Höhe. Foto: Steffen
  • Aljona Savchenko und Bruno Massot zählen zur Weltelite. Foto: Steffen

Regensburg.Was für eine Show, was für ein Abend! In höchsten Tönen lobten die knapp 3000 Zuschauer die Charivari Eisgala in der Donau-Arena. Dort kam am Donnerstag die „Crème de la crème“ der Eislaufkunst zusammen, musikalisch unterstützt vom britischen Star-Tenor Paul Potts. Den Gewinner der britischen Casting-Show „Britain’s Got Talent“ live zu sehen, war für viele das i-Tüpfelchen auf eine rundum gelungene Veranstaltung, die beste Unterhaltung versprach.

Weltklasse-Eiskunstlaufpaare wie Aljona Savchenko und Bruno Massot sowie Anette Dytrt und Yannick Bonheur fesselten die Zuschauer ebenso wie die Russin Olga Pustovit, die sich am Tuch elegant in die Höhen der Eishalle schwang. Auch blutjunge Talente, wie der erst elfjährige Eiskunstläufer Andrey Kutovoj aus Russland und die 13-jährige Lokalmatadorin Ann-Christin Marold vom EC Regensburg zogen mit ihren eindrucksvollen Darbietungen und quirligen Pirouetten die Gäste in ihren Bann. Dass sie ihr Ziel, eines Tages bei den Olympischen Spielen anzutreten, fest vor Augen haben, zweifelte wohl niemand an.

Weltmeister trifft auf den „Paten“

Mit dem Weltmeister und dreifachen Europameister Brian Joubert indes gab sich ein Mann die Ehre, der bereits eine Vielzahl an internationalen Titeln gewinnen konnte. Der Franzose begeisterte das Regensburger Publikum mit atemberaubenden Vierfachsprüngen und einer betont dramatischen Show zu den Klängen des Filmklassikers „Der Pate“. Wie bereits in den vergangenen Jahren präsentierte auch die Jugend des Eissport Clubs Regensburg ihr Können.

Paul Potts berührte mit seiner Stimme.

Die Mischung traf den Geschmack der Zuschauer. „Ganz große klasse!“, sprudelte es etwa aus Berit Lenk heraus. In den Augen der Regensburgerin hatte Paul Potts einen „genialen Live-Auftritt“. Ihn hier zu hören sei viel schöner, als wenn man die Stimme des Ausnahmekünstlers „nur“ im Fernsehen vernehme.

Kavita Lorenz und Joti Polizoakis gelten als die deutsche Nachwuchshoffnung im Eistanz und konnten bereits nach neun Monaten gemeinsamen Trainings die deutsche Meisterschaft für sich entscheiden. Bei den Olympischen Spielen in Südkorea dabei zu sein, hat sich das Tanzpaar fest vorgenommen. Während sie in der Donau-Arena die Kraft der Liebe auf dem Eis förmlich fühlen ließen, stimmte der Brite Paul Potts den „Titanic“-Titelsong in italienischer Sprache an. „Il mio cuore va“ statt „My heart will go on“ hieß es in der Version für „Bella Italia“.

Weitere Fotos des Abends sehen Sie hier.

Regensburger sind von Eisgala begeistert

Ein dickes Lob für die Akrobatin Olga Pustovit kam von Danuta Kessler-Zieroth, der Pressesprecherin der Krones AG. Es sei „faszinierend“, wie die Russin die Kombination aus Eistanz und Akrobatik beherrsche. Bewundernde Blicke erntete Pustovit zum Beispiel dafür, wie hoch sie über dem Eis einen Spagat perfekt ausführte. Geschmeidig wie anmutig muteten ihre Bewegungen an.

„Eine ausdrucksstarke Darbietung“

Dr. Wolfgang Herrmann mochte sich gar nicht entscheiden, welche Künstler er am besten fand. Für ihn war die Eisgala schlichtweg „eine gelungene Mischung aus Stars und jungen Talenten“. Letztlich hätten alle beteiligten Künstler mit einer „ausdrucksstarken Darbietung“ überzeugen können.

Paul Potts überzeugte am Donnerstag auch mit seinen Qualitäten als Entertainer. Gleich zu Beginn versprach er den Besuchern, nicht über den Brexit zu sprechen. Später zitierte er seine Frau Julie-Ann, die dem Sänger bescheinigt hatte, nicht nur zwei linke Füße zu haben, sondern gleich zehn. Eine Eislauf-Karriere sei daher nur wenig sinnvoll.

Andrey Kutovoj war der heimliche Star.

Zum Schluss der Show gab Potts den Song zum Besten, mit dem er weltweite Bekanntheit erlang. Wie einst bei „Britain’s Got Talent“ verzückte er das Publikum mit seiner eigens kreierten Version der Arie „Nessun Dorma“ aus der Puccini-Oper Turandot. Zeitgleich tänzelten die Läufer mit ihren Lampions geschmeidig über das Eis. Ein tosender Applaus brandete auf – und der heimliche Star des Abends, Andrey Kutovoj, brachte die Besucher mit einer Bonus-Einlage abermals in Verzückung. Wie ein kleiner Gentleman präsentierte sich der 11-jährige sprungfreudige Eiskünstler.

Abgerundet wurde die Eisgala durch einen Auftritt von Andrey Babichev. Wie schon 2015 begeisterte der Ukrainer das Publikum ohne Schlittschuhe und wand sich, von der Schwerkraft unbeeindruckt, akrobatisch um eine „Chinese Pole“-Stange. Neben Paul Potts gaben sich auch Songwriter Michael Schulte (Finalist der TV-Show The Voice of Germany) und seine Band die Ehre. Durch den Abend führte Moderator Daniel Weiss.

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