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Förderung

„MINT-Girls“ starten Forschungsprojekt

Bei „Green Tech“ beschäftigen sich 20 Schülerinnen mit Umweltthemen. Auf dem Programm stehen spannende Exkursionen.
Von Louisa Knobloch, MZ

Auge in Auge mit Roboter Justin – auch diesmal steht ein Besuch am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf dem Programm. Foto: Knobloch/Archiv

Regensburg.„Grüne Technologie“ ist im Kommen: Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, Herstellungsprozesse in der Industrie energieeffizienter zu machen und Müll zu vermeiden. „Green Tech ist ein riesengroßes Thema“, sagt Dr. Stephan Giglberger von der Fakultät Physik der Universität Regensburg. 20 Schülerinnen aus der Region werden sich im kommenden halben Jahr intensiv damit auseinandersetzen: „Green Tech“ ist das dritte große Projekt der Initiative „MINT-Girls“ von Universität und OTH Regensburg. Nach der „Marsmission“ 2014 und dem „Moon Walk“ 2015 geht es diesmal also um Umweltthemen.

20 Schülerinnen haben sich für das Projekt „Green Tech“ angemeldet, 16 waren zur Auftaktveranstaltung an die Uni Regensburg gekommen. Foto: Knobloch

„Was ist Umwelt? Wie kann ich sie erfassen und begreifbar machen?“, skizzierte Giglberger bei der Auftaktveranstaltung am Freitagabend an der Uni die zentralen Fragen. Hatten die Schülerinnen in den vergangenen Projekten Roboter gebaut und programmiert, soll diesmal ein Feinfilter-Spektroskop entstehen, um die Luftverschmutzung durch Feinstaub zu messen. Auch mit Lichtverschmutzung werden sich die Schülerinnen befassen. Das nötige Know-how wird in Workshops und Seminaren vermittelt: Mathematik, Chemie und optische Spektroskopie stehen ebenso auf dem Programm wie Teambuilding und Präsentationstechniken. Um den neuen „MINT-Girls“ einen Eindruck vom Projekt zu geben, berichteten die „Moon Walk“-Teilnehmerinnen Alina und Franziska mit vielen Fotos von ihren Erfahrungen.

„Cooler Ausflug“ ans DLR

Franziska (l.) und Alina führen durch die Auftaktveranstaltung. Sie nehmen bereits zum zweiten Mal teil. Foto: Knobloch

Die beiden sind ebenso wie Gina und Emma als „Wiederholungstäterinnen“ zum zweiten Mal dabei. Franziska hat am Freitagabend eine Doppelfunktion: Sie engagiert sich ehrenamtlich bei der Volkssternwarte Regensburg, erneut ein Kooperationspartner des Projekts. Auch eine Exkursion zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen ist wieder geplant. „Das war für mich einer der coolsten Tage im Projekt“, findet Alina und schwärmt vom Roboter Justin und dem Flug im Simulator. Ein weiteres Highlight ist diesmal der Besuch der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze.

Schülerinnen, die angesichts der Themen etwas eingeschüchtert sind, beruhigt Armin Gardeia, Leiter der Jungen Hochschule an der OTH Regensburg. „Man muss nicht spitze in Mathe oder Physik sein – es ist für jede machbar.“

„Die Unternehmen warten auf Sie“

Armin Gardeia, Leiter der Jungen Hochschule an der OTH, organisiert das „MINT-Girls“-Projekt zusammen mit Dr. Stephan Giglberger von der Universität. Foto: Knobloch

Ziel des Projekts ist es, Mädchen für die MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu interessieren, sagt der Dekan der Fakultät Physik, Prof. Dr. John Lupton. „Und wenn einen die Begeisterung einmal erfasst hat, lässt sie einen nie wieder los.“ Er wünscht den Schülerinnen viel Spaß beim Projekt und auch für die Eltern hat er einen Rat: „Lernen Sie mit!“

Die 16-jährige Pia, die am Pindl-Gymnasium die Q11 besucht, weiß noch nicht, was sie nach der Schule machen will. „Das Projekt ist eine gute Gelegenheit, den MINT-Bereich auszuprobieren“, findet sie. Ihre Mitschülerin Helena hat das Umweltthema interessiert. Die 16-jährige Sophia, die das Albertus-Magnus-Gymnasium besucht, hat schon etwas Technik-Erfahrung: Sie hat vier Jahre lang bei der „First Lego League“ mitgemacht.

Schülerin Sophia betrachtet die Plakate der bisherigen Projekte. Foto: Knobloch

Ein bisschen neidisch sei sie schon auf die Teilnehmerinnen, meint Dr. Esther Gajek, stellvertretende Frauenbeauftragte der Uni Regensburg mit Blick auf das Programm. „Am liebsten würde ich selbst mitmachen.“ Auch Prof. Dr. Susanne Nonnast, stellvertretende Frauenbeauftragte der OTH Regensburg, ist von dem Projekt begeistert. Sie selbst lehrt Personalmanagement und stellt den Schülerinnen gute Karrierechancen in Aussicht: „Die Unternehmen warten auf technikinteressierte junge Frauen.“

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