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Kreativität

Rätselspiel holt den „Games Award“

Regensburger Studenten programmierten Prototypen. Den Preis holte mit „Mindloop“ ein Spiel mit minimalistischer Grafik.
Von Louisa Knobloch, MZ

  • Die Preisträger Christian Winkler, Felix Kalley und Markus Bosek mit Martin Dechant und CipSoft-Geschäftsführer Stephan Vogler (r.) Foto: Knobloch
  • Die Preisträger Markus Bosek, Christian Winkler und Felix Kalley mit ihrem Spiel „Mindloop“. Foto: Knobloch

Regensburg.Weiße Wände, viele verschiedene Würfel und knifflige Aufgaben – das sind die Zutaten für das Computerspiel „Mindloop“. Mit ihrem Prototypen haben die drei Studenten Christian Winkler, Felix Kalley und Markus Bosek am Donnerstagabend den Regensburger Games Award 2015 gewonnen. Der mit 500 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr vom Spiele-Entwickler CipSoft gestiftet. Geschäftsführer Stephan Vogler lobte „Mindloop“: „Das Spiel ist schön designed und hat einen sehr eigenen grafischen Look. Vor allem hat es Spaß gemacht – das ist das Wichtigste.“

Bei „Mindloop“ muss sich der Spieler in Ego-Perspektive durch 22 verschiedene Sektoren arbeiten und Rätsel lösen um weiterzukommen. Ein zentrales Element sind die Würfel. Eine „Dark Matter Gun“ hilft dabei, weit entfernte Würfel zu bewegen oder zu verschieben. Mit einer „Shrink Mask“ kann sich der Spieler zudem schrumpfen, um durch kleine Türen zu gelangen.

Eine „Dark Matter Gun“ hilft dem Spieler in „Mindloop“ dabei, entfernte Würfel zu bewegen oder zu verschieben. Foto: Screenshot

Insgesamt waren acht studentische Teams mit ihren Prototypen gegeneinander angetreten. Die Spiele waren im Sommersemester 2015 an der Universität Regensburg im Rahmen des Projektseminars „Game Development“ entstanden. Unter der Leitung von Martin Brockelmann und Martin Dechant bekamen die Studierenden der Medieninformatik dabei Einblicke in die Themen Projektmanagement und Spieleentwicklung.

Wie aus einer Spiele-Idee ein erfolgreiches Unternehmen werden kann, berichtete am Donnerstagabend Stephan Vogler. Als Student hatte er zusammen mit drei Kommilitonen das Spiel „Tibia“ entwickelt und schließlich 2001 die Firma CipSoft gegründet, die heute 85 Mitarbeiter hat. Tipps bekamen die Studenten auch von Kristina Rothe von Microsoft. Sie stellte das Konzept der Game Jams vor, bei denen an einem Wochenende neue Spielideen entwickeln werden und zeigte, was man beim Weg von der Idee zum fertigen Spiel beachten sollte.

Das Mystery-Adventure „Lauf, Jane, lauf“ von Sabrina Spreitzer, Christoph Paul und Manuel Gietl basiert auf dem Roman von Joy Fielding. Foto: Knobloch

Dann präsentierten die Teams ihre Projekte – wer wollte, konnte die Spiele auch ausprobieren. In „Imperator“ wollen grüne Kobolde die entführte Prinzessin Koboldigunde retten, in „Dimensional Hazard“ hüpft der Protagonist in Super-Mario-Manier durch verschiedene Spielwelten. Als Ratte düsteren Kanälen entkommen muss der Spieler in „Rats: Canalisation“ und in „Palu“ suchen ein Lama und ein Puma als ungleiches Freundespaar den Ausweg aus einem Maya-Tempel.

Das Team von „Sequoya Warrior“ hatte an seinem Tisch Playmobil-Indianer aufgebaut. Foto: Knobloch

Vier Spiele schafften es in die engere Auswahl, darunter das Mystery-Adventure „Lauf, Jane, lauf“ nach dem Roman von Joy Fielding, das grafisch ansprechende Indianer-Spiel „Sequoya Warrior“ und das düstere Action-Stealth-Adventure „The Escapist“. Das Rennen machte aber das Rätselspiel „Mindloop“. Von der Entscheidung waren die drei Entwickler Christian Winkler, Felix Kalley und Markus Bosek ebenso erfreut wie überrascht. „Eigentlich war das Spiel nur als Prototyp für das Seminar gedacht“, sagt Winkler. Nun überlegen sie aber, es weiterzuentwickeln.

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