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Sonntag, 10. Dezember 2017 11

Wahl

Grüne: Christoph bleibt am Ruder

Der Grüne-Stadtverbandsvorsitzende in Regensburg, Stefan Christoph, ist zwei weitere Jahre im Amt.
Von Daniel Steffen, MZ

Grünen-Vorsitzender Stefan Christoph (Mitte) Archivfoto: Ried

Regensburg.Die Grünen gaben grünes Licht für eine weitere Amtsperiode ihres Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Christoph. Mit 27 Ja-Stimmen wählten sie ihn im Lokal „Brandlbräu“ bei einer Enthaltung und drei Nein-Stimmen für zwei weitere Jahre ins Amt. Bei seiner Bewerbungsrede appellierte Christoph an seine Parteikollegen, auch Visionen für die Zeit nach den nächsten Stadtratswahlen zu entwickeln. „Wir haben das Potenzial dafür, unsere Sitze im Stadtrat auszubauen“, sagte er. Bei den Zweitsimmen habe man in einigen Wahlbezirken die SPD „fast eingeholt“. Für die kommenden Wahlen bedürfe es daher eines „engagierten Wahlkampfs“, so wie man ihn bisher geführt habe.

Christoph hob mehrere lokale Themen hervor, bei denen es darum gehe, „weiter dran“ zu bleiben. So setzten sich die Grünen für eine Stärkung des Radverkehrs sowie eine Umstrukturierung des öffentlichen Nahverkehrs ein. Und: „Wir müssen überlegen, wie wir noch mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen können“, sagte Christoph. Als sein Herzensthema sei ihm auch der Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sehr wichtig.

Mit Lukas Weis und Daniel Wedekind bewarben sich zwei Parteimitglieder um das Amt des Schatzmeisters: Mit 21:9 Stimmen entschied Lukas Weis, der auch der Sprecher des parteinternen Arbeitskreises Asyl ist, die Wahl für sich. Michael Mittag indes bewarb sich erfolgreich um seine Wiederwahl als Beisitzer. Er habe insbesondere die Themen Armut, Rente und Veränderungen in der Arbeitswelt im Blick. Mit 26 Ja-Stimmen schenkten ihm die Stadt-Grünen auf zwei weitere Jahre das Vertrauen.

Für längere Diskussionen sorgte ein Antrag, die Redezeit bei Kreisversammlungen auf drei Minuten zu beschränken. In diesem Zeitraum könne man gute Redebeiträge vorbringen, ohne dass die Aspekte wiederholt würden, argumentierten die Antragssteller. Stadträtin Margit Kunc hielt dagegen: „Ich finde es gut, wenn im kleineren Rahmen nicht reglementiert wird.“ Stadtrat Walter Erhard bemängelte, dass die Regelung schwierig sei, wenn man „bei einem Thema in die Tiefe gehen“ wolle. Der Protest der Stadträte reichte nicht aus, sodass der Antrag mit knapper Mehrheit durchgewunken wurde. Von der Drei-Minuten-Regelung ausgenommen sind die Berichte bei Kreisversammlungen.

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