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Aktion

150 Frauen setzen Zeichen gegen Gewalt

Die Aktion „One Billion Rising“ zeigte Wirkung: Auf Regensburgs Neupfarrplatz prangerten die Teilnehmerinnen Missstände an.
Von Daniel Steffen, MZ

An die 150 Frauen machten auf dem Neupfarrplatz bei der Flashmob-Aktion zur Kampagne „One Billion Rising“ mit. Die Aktion verfolgten am Valentinstag etwa 200 Zuschauer. Foto: Steffen

Regensburg.Tanzend setzten sie ein Zeichen gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen: Rund 150 Tänzerinnen beteiligten sich in Regensburg am Sonntag an der weltweiten Protestkampagne „One Billion Rising“. Mit einem Flashmob auf dem Neupfarrplatz erhoben sie nicht nur ihre Stimme gegen jene Gewalt, sondern forderten auch das Ende gewalttätiger Handlungen gegen Frauen ein.

Schätzungen zufolge erlebt jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt – das sind rund eine Milliarde Menschen. Zu ihrer tänzerischen Darbietung spielten die Organisatorinnen das Lied „Break the chain“, das zum Brechen jener Gewaltkette auffordert. Organisiert wurde die Tanzdemonstration in Regensburg vom Frauennotruf und dem Frauenzentrum sowie einigen engagierten privaten Unterstützerinnen. Aus allen Teilen der Welt stärkten sich Frauen in ihrer Forderung gegenseitig: Offiziellen Angaben zufolge fand die Aktion „One Billion Rising“ am Valentinstag in 169 Ländern auf sechs Kontinenten statt. Deutschlandweit waren die Frauen in rund 100 Orten aktiv.

Die Moderatorinnen nutzen das öffentliche Podium, um das Thema sexualisierte Gewalt sowie die lokalen Hilfsangebote anzusprechen. Und sie machten klar, dass sich Gewalt nicht mit vermeintlichen „eigenen Fehlern“ entschuldigen lässt. Betroffene Frauen dürften daher keine Selbstvorwürfe à la „Zur falschen Zeit am falschen Ort“, „zu aufreizend gekleidet“ oder „in den falschen Mann verliebt“ hegen. Der Täter sei in allen Fällen der Mann. Ferner machten sie klar, dass die Täter – wie im Falle der Silvesternacht in Köln – vergleichsweise selten unbekannt sind. Der Großteil der Gewalt spiele sich vielmehr im familiären Umfeld, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz ab. In vielen Fällen nutzen die Täter ihre persönlichen Beziehungen schamlos aus, hieß es.

Tänzerische Darbietungen von Mädchengruppen der Tanzschule Schilke sowie aus dem Jugendzentrum Fantasy rundeten das Programm ab.

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