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Soziales

Altenheim: Schließung trotz Bestnoten?

Der Stadtrat Regensburg diskutiert über die Petition „Das Michlstift muss bleiben!“ Vor der Sitzung gibt es brisante Infos.

Die Zukunft des Michlstifts ist Thema im Regensburger Stadtrat. Foto: Wiedamann

Regensburg.„Das Michlstift muss bleiben!“ ist der Titel der Online-Petition, die Kurt Raster von der Initiative „Recht auf Stadt“ auf den Weg gebracht hat. Am heutigen Donnerstag wird das Thema im Stadtrat behandelt. Unterstützt wird die Petition derzeit von 1248 Unterzeichnern und damit 47 Prozent der nötigen Stimmen. Die Unterzeichner fordern, dass die Stadt ihre Pläne, das Pflegeheim St. Michael zu schließen, fallen lässt. Statt dessen sollen alle bestehenden städtischen Alten- und Pflegeplätze entsprechend baulicher und sicherheitstechnischer Standards erhalten bleiben und saniert werden. Die Unterzeichner fordern unter anderem darüber hinaus die Ausweitung des städtischen Angebots als notwendige Anpassung an die demografische Entwicklung. „Das Michlstift ist ein Juwel! Das darf man nicht aufgeben!“, schließt die Petition.

Rechtzeitig zur Sitzung hat Kurt Raster nun in einer Pressemitteilung weitere Informationen vorgelegt, die wohl für Diskussionen sorgen wird. Denn seiner Ansicht nach zeigen die Informationen deutlich, dass das Michlstift besser ist als das Bürgerheim Kumpfmühl, in dem die Bewohner des Michlstifts im Sommer Aufnahme finden sollen. „Seit Wochen argumentiert die Stadt, im Bürgerstift St. Michael, meist kurz ,Michlstift‘ genannt, sei eine zeitgemäße Pflege nicht mehr gewährleistet. Doch diese Aussage ist falsch“, schreibt die Initiative „Recht auf Stadt“. „Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK), der im staatlichen Auftrag in regelmäßigen Abständen alle Pflegeheime prüft, vergab an das Michlstift die Gesamtnote 1,1. Das neu gebaute Bürgerheim Kumpfmühl dagegen kam „nur“ auf 1,3.“

Wie die Initiative bekannt gab, werden die Mitglieder die Pressemitteilung auch vor der am heutigen Donnerstag um 17 Uhr beginnenden Stadtratssitzung an alle Stadträte verteilen. Darin wird die Stadt mit einer Fülle an Vorwürfen konfrontiert. „Für eine Schließung des Bürgerstifts St. Michael gibt es keine nachvollziehbaren Gründe. Die Stadt kann sich weder auf den Brandschutz, noch auf den Denkmalschutz, noch auf angeblich mangelnde Pflegestandards berufen“, heißt es im Anschreiben.

Gerade im Bereich „Pflege und medizinische Versorgung“ habe das Michlstift in der Untersuchung des MDK vom Februar mit der Note 1,2 deutlich besser abgeschnitten als das Bürgerheim Kumpfmühl (1,6). Besonders hinsichtlich der Pflege von Demenzkranken lasse das Michlstift mit der Bestnote von 1.0 keine Wünsche offen. Die Initiative kritisiert, dass die Städtische Heimaufsicht das Michlstift im Gegensatz zum Urteil des MDK schlecht rede.

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