mz_logo

Stadtteile
Montag, 11. Dezember 2017 4

MZ-Serie

Der Dom mit und ohne Spitzen

Die MZ setzt ihre Serie mit historischen Fotografien fort: Diesmal gibt es einen Blick auf das Wahrzeichen von Regensburg.

  • Der Regensburger Kunsthistoriker Emanuel Schmid hat der MZ die wohl erste fotografische Gesamtansicht Regensburgs zur Verfügung gestellt. Zu datieren sei sie aufgrund des Baufortschritts der Domtürme (Helmspitzen) auf etwa 1866, schreibt Schmid. Das Foto ist im Visitenkartenformat (5,5 x 9 cm) gehalten und trägt den Aufdruck des bekannten Regensburger Fotoateliers Johann Laifle. Schmid hat das Foto aus einer Wiener Sammlung erworben.Foto: Fotoatelier Johann Laifle
  • Eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1913 zeigt das pralle Leben vor dem Regensburger Domplatz.

Regensburg.Orte, Menschen, Ereignisse – jeder hat seine eigenen Erinnerungen an die Vergangenheit. Was von den Vorfahren in Bildern festgehalten wurde, schlummert zuhause in den Fotoalben. Nicht zugänglich für die Öffentlichkeit. Das will die MZ ändern. Sie sucht nach historischen Bildern aus der Region. Viele Leser haben sich gemeldet und ihre Schätze zur Verfügung gestellt. Zusammen mit historischem Material aus den MZ-Archiven bilden sie die Grundlage für diese Serie rund um historische Bilder. Diesmal geht es um den Regensburger Dom.

Der Regensburger Dom St. Peter zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Gotik in Süddeutschland. Mit seinen weit sichtbaren Türmen ist der Dom Mittelpunkt der Unecso-Welterbestadt. Bereits um 700 gab es eine erste Bischofskirche in Regensburg, die an der Stelle der heutigen Niedermünsterkirche stand. Im 8./9. Jahrhundert wurde ein karolingischer Dom errichtet. Nach einem Feuer begann der Neubau im Jahr 1273. Rund 600 Jahre dauerte es, bis er vollendet war. Die Geschichtsbücher sprechen von der Fertigstellung 1870/72. Der Dom hat innen eine Gesamtlänge von 86 Metern, das Mittelschiff ist 32 Meter hoch, die Türme 105 Meter. Von besonderer Bedeutung sind auch die mittelalterlichen Fenster. Deren älteste Bestandteile stammen noch aus dem romanischen Vorgängerbau. Der Künstler Prof. Josef Oberberger hat in den 1960er Jahren mehrere neue Fenster im Stil der Gotik neu geschaffen.

Rund 50 Jahre nach der endgültigen Vollendung des Doms nahm die staatliche Dombauhütte ihren Betrieb auf. 2023 feiert sie ihr 100. Bestehen. In dieser Zeit gab es viel zu tun, um das wertvolle Gotteshaus, das massiv den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, zu erhalten. Wenige Tage bevor Papst Benedikt XVI. im September 2006 noch einmal nach Regensburg reiste, erstrahlte das Westportal wieder in alter Schönheit und ohne Gerüst. Ein Jahr zuvor war die Restaurierung der Domtürme abgeschlossen worden.

Regensburger Dom

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht