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Dienstag, 27. September 2016 23° 3

Kirche

Donausegnung: Zeichen der Verbundenheit

Bei der Tradition wurde ein Holzkreuz in die Donau geworfen – und von der Regensburger Wasserwacht wieder herausgeholt.

Die Donau wurde 2016 bereits das dritte Mal gesegnet. Auch dieses Mal wurde das Kreuz durch Schwimmer der Wasserwacht nach jedem Werfen aus dem Fluss herausgeholt. Foto: Bistum Regensburg

Regensburg.Wer an diesem Sonntagnachmittag das Donauufer bei der Steinernen Brücke passierte, konnte ungewöhnliche Vorgänge beobachten: Ein Holzkreuz, das von der Brücke in die Donau geworfen wurde – dreimal gleich, nur um anschließend auch dreimal von Schwimmern der Wasserwacht wieder herausgefischt zu werden. Grund für dieses seltsam anmutende Ritual ist die dritte ökumenische Donausegnung in griechisch-orthodoxer Tradition. An ihr haben Bischof Rudolf Voderholzer und der evangelische Regionalbischof Hans-Martin Weiss teilgenommen. Von griechisch-orthodoxer Seite waren Evmenios von Lefka, der Weihbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Erzpriester Apostolos Malamoussis, der Bischöfliche Vikar in Bayern der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Erzpriester Ioannis Minas, der die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Regensburg leitet, anwesend.

Dem Ereignis auf der Steinernen Brücke voraus ging eine ökumenische Vesper im Regensburger Dom St. Peter. Bischof Rudolf sprach in der Predigt den Sonnengesang des Heiligen Franziskus an und verwies auf die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Papst Franziskus beklage darin, dass die reichen Gesellschaften ihre Höchstgrenzen überschritten hätten – und das gelte auch für das Gut des Wassers. Der Papst lege den Menschen, die genug davon haben, eine Kultur der Achtsamkeit ans Herz. Und der griechisch-orthodoxe Brauch der Donausegnung entspreche dem Anliegen von Papst Franziskus.

Die eigentliche Segnung der Donau begann, nachdem die Gemeinschaft aus dem Dom in einer Prozession zu Steinernen Brücke gezogen war. Wer zuvor noch im Dom der Vesper beigewohnt hatte, konnte sich anschließen. Einen guten Blick auf das „fliegende“ Holzkreuz hatten die Besucher, die sich am Donauufer bei der Historischen Wurstküche postiert hatten.

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Holzkreuz in Fluss geworfen

  • Taufe Jesu:

    Die Tradition rührt daher, dass im orthodoxen Kirchenjahr am 6. Januar das Fest der Taufe Jesu gefeiert wird.

  • Wassersegnung:

    Orthodoxe Kirchen zelebrieren an diesem großen Feiertag eine Segnung des Wassers.

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