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Freitag, 1. Juli 2016 28° 1

Wirtschaft

Kreativforum stellt erste Projekte vor

Die Plattform für Kulturschaffende geht neue Schritte. Die Sprecher stellen Organisationsstruktur und digitales Netzwerk vor.
Von Flora Jädicke, MZ

Jörg Roscher, Carola Kupfer, Andreas Eckl sind Sprecher des Kreativforums. Foto: Jädicke

Regensburg.Die Zeiten seien im Augenblick günstig für die kreative Szene in Regensburg, glauben die drei neu gewählten Sprecher des Kreativforums, Carola Kupfer (Buchbranche), Andreas Eckl (Architekturmarkt) und Jörg Roscher (Werbemarkt). Der neue Clustermanager Sebastian Knopp beim Amt für Wirtschaftsförderung ist eingeführt und in der Stadtführung will man sich der Kultur- und Kreativwirtschaft intensiv widmen. Jetzt gelte es Brücken zu bauen, auch zu weiteren Institutionen und Einrichtungen wie der Presse, Hochschulen oder der Wirtschaft, darin waren sich alle einig.

Nach zahlreichen Kennenlern-Treffen hat sich das Kreativforum eine Struktur gegeben, die sich an der Definition des Bundeswirtschaftsministeriums orientiert. Danach gibt es 12 kreative Teilbranchen. Aufgabe des Forums wird es sein, diese 12 Teilbranchen zu vernetzen sowie nach innen und außen im Gespräch zu halten. „Darüber hinaus wollen wir ihre Belange und Bedarfe sichtbar machen“, sagt die erste Sprecherin und Autorin Carola Kupfer.

Kreativstandort Regensburg

Seitdem auch das Bayerische Wirtschaftsministerium die Kreativwirtschaft als lukrativen Markt erkannt hat, buhlen Städte um die kreativen Köpfe und Kulturschaffenden. Auch Regensburgs Stellung als Kreativ-Standort soll stark und vor allem sichtbar werden.

Als Anhängsel des Amtes für Wirtschaftsförderung verstehe sich das Kreativforum aber nicht, versichert Kupfer. Eher als loser und unabhängiger Zusammenschluss von Regensburger Kreativen und Kulturschaffenden. „Jeder, der von seiner kreativen Arbeit lebt oder leben will, ist willkommen“, sagt sie und verweist auf den sehr heterogenen Markt.

Rund 200 000 Beschäftigte gibt es in Bayerns Kreativbranche. Davon sind gut 90 Prozent Klein- und Einzelunternehmer. Der überwiegende Teil von ihnen lebt von einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 17 000 Euro. Auch deren Position will das Kreativforum stärken und die Arbeitsbedingungen verbessern. Eckl, Roscher und Kupfer stellten aber auch klar: „Wir vergeben keine Gelder. Und wir haben auch keinen besonders heißen Draht zu irgendwelchen Fördertöpfen.“

Was sie aber erreichen wollen, ist eine gute Vernetzung aller Kulturschaffenden. Das geschieht in regelmäßigen Treffen innerhalb der Arbeitsgruppen und zwischen den Sprechern der Teilbranchen. Darüber hinaus soll das Netzwerk digital zugänglich sein. Zurzeit finden erste Gespräche zum Aufbau eines neuen Webportals statt.

Zeigen, was wir haben und können

Es soll das kreative Potenzial in Regensburg auch im digitalen Raum sichtbar machen. „Wir wollen zeigen, was wir hier haben und können“, sagt Roscher. Jeder kann sich präsentieren und Aufträge anbieten oder suchen. Es soll Platz geben für eine Job- und Praktikumsbörse, für Raum-Angebote und Fördermöglichkeiten.

Im Degginger-Haus sollen die Kreativen sichtbar werden. Foto: Jädicke

Die Initiative „bayernkreativ“ des Bayerischen Wirtschaftsministeriums will beim Aufbau des Webportals helfen. „Denkbar wäre ein regionales Fenster für Regensburg“, sagt Roscher, „das wir individuell gestalten können.“ Mit dem Anschluss an „bayernkreativ“ würde das Kreativforum Regensburg auch bayernweit mehr „Strahlkraft“ entwickeln. Ein weiteres Webportal ist bereits auf den Weg gebracht. Es soll die interne Kommunikation sicherstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einzug in das Erdgeschoss des Degginger-Hauses in der Wahlenstraße 17. Die Stadt plane hier ein Kreativ-Quartier für Veranstaltungen aller Kreativen. Vergleichbare Projekte in München und Nürnberg standen bereits Pate, mit ihren Schwächen und Stärken.

Kreativforum

  • Aufgaben und Ziele:

    Das Kreativforum will die Stellung Regensburgs als Standort für die Kultur- und Kreativwirtschaft (KuKW) stärken. Die Arbeitsbedingungen und Voraussetzungen für die in der KuKW tätigen Akteure verbessern und die Nachwuchs- und Mitarbeitergewinnung stärken.

  • Ansprechpartner

    sind Carola Kupfer, Andreas Eckl und Jörg Roscher. Kontakt unter: sprecher@kreativforum-regensburg.de

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