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Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Kultur

Selbstironische Köpfe auf der Bühne

Das Popkultur-Festival präsentiert ab Freitagabend junge Kultur in Regensburg. Es gibt mehr als 60 Veranstaltungen.
Von Angelika Lukesch, MZ

Sigurd Rocher ist einer der Künstler, die sich beim Popkultur-Festival präsentieren. Foto: Florian Hammerich

Regensburg.Wer etwas über die junge, kreative Szene in Regensburg erfahren will, sollte sich das Wochenende freihalten. Beim zweiten Popkultur-Festival Push2016 präsentieren sich junge Künstler und Kreative aus der Region in mehr als 60 Veranstaltungen. Das Festivalgeschehen verteilt sich über die ganze Stadt an 20 Spielorten.

In einer einzigartigen Verbindung aus Jugendkultur, Popkultur und Kreativwirtschaft wird am Wochenende in Regensburg ein bunter und auch avantgardistischer Kulturteppich gewebt, der ein Abbild der jungen Kreativszene in Regensburg werden soll. Nach dem Erfolg des ersten Popkultur-Festivals im Jahr 2014 hatte die Stadt im Mai 2015 beschlossen, in diesem Jahr eine Neuauflage in Kooperation mit dem Kulturzeltzentrum Alte Mälzerei (Leitung Hans Krottenthaler) zu starten.

Aktuelle Kunst der Stadt

Mit dem Festival sollen zeitgenössische künstlerische Positionen aus Regensburg vorgestellt werden. Neben Konzerten und Performances werden partizipative Projekte und auch einige völlig neu entwickelte Formate präsentiert. Push2016 lockt auch mit Veranstaltungen für spezielle Spielorte und mit Aktionen im öffentlichen Raum. Die Veranstalter versprechen „inhaltliche und ästhetische Vielfalt“.

Das Festival

  • Programm

    Das Programm liegt im Deggingerhaus aus, kann aber auch unter www.regensburg-popkuturfestival.de und www.facebook.com/regensburgpopkulturfestival/ eingesehen werden.

  • Eintritt

    Ein Eintrittsbändchen kostet fünf Euro und berechtigt zu allen nicht ausverkauften Veranstaltungen. Die Festival-Bändchen gibt es an allen Spielstätten beim Einlass. Workshops und Nachmittagsveranstaltungen sind frei.

  • Ausstellung

    Die Regensburger Künstlergruppe Šiška sucht in ihrer Gruppenausstellung zum Festival eine Auseinandersetzung mit dem Thema Licht. Die Ausstellung zeigt eine enorme Bandbreite, vom traditionellen Versuch, Licht in zweidimensionaler Weise festzuhalten, bis hin zur direkten Verwendung von Licht als Medium. Die unterschiedlichen Sichtweisen der Ausstellenden Peter Stolz, Max Grünauer, Barbara Sophie Höcherl, Christian Kölbl, Jonas Höschl und dem eingeladenen Gastkünstler Philipp Hennevogl ergeben ein eindrucksvolles Spannungsverhältnis. Die Ausstellung ist bis 20. November, jeden Mittwochvormittag, Donnerstagnachmittag, Freitag und Samstag von 16 bis 19 Uhr und Sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

  • Weitere Infos

    Mehr Infos im Internet: http://popkulturfestival2016.de

Der Besucher des Popkultur-Festivals hat am Wochenende die Qual der Wahl. Es gibt allein 16 Musikveranstaltungen, die die verschiedensten Ausprägungen moderner Musik vorstellen. Von Trash-Metal über Dreampop und Psychedelic Pop bis hin zu Raddamadadda Funk, Melancholy Rave oder audiovisuellen Kunstwerken und vielem mehr ist bei Push 2016 alles geboten, was jung und neu ist und die Palette der modernen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten darstellt.

Eva Karl (Bloggerin, Schauspielerin und Autorin) ist eine der Kreativen des Festivals. Am Donnerstagabend hat sie die Instagram-Ausstellung „Regensburg 24“ im Künstlerhaus Andreasstadel (4. Stock) aufgehängt. „Ich bin wirklich gespannt, ob sich alles zu einer spannenden und gleichzeitig harmonische Sache fügen wird.“

Noch kurz’n Foto für Instagram

„Wir haben daran seit April gearbeitet und sind extrem zappelig, aber auch überwältigt vom Aufwand! Die Vernissage wird mit DJ Arok auf jeden Fall funky!“, sagt Eva Karl. Auch auf die Podiumsdiskussion „Warte, noch kurz’n Foto für Instagram“ mit Holger Schellkopf, Dani Rosenhammer, Gerd Hecht und Julia Sperber warten sie und ihr Kreativ-Kollege Florian Hammerich gespannt. „Wir holen nicht nur einen fachkundigen Mix an Gesprächspartnern, sondern auch schlagfertige, lustige, selbstironische Regensburger Köpfe auf die Bühne. Wir freuen uns schon besonders auf die Bilderanalyse am Schluss!“ Die junge Regensburger Kreative kann den Beginn des Festivals kaum erwarten: „Hans Krottenthaler hat da wirklich ein hervorragendes Programm hingelegt. Wenn ich nicht selber Teil des Programms wäre, würde ich komplett ausflippen und von einem Ort zum andern rennen, um alles mitzuerleben. Wir hatten im Social Media Bereich wirklich viel Response und super Zuspruch – auch was den Blog betrifft. Hoffentlich geht das bei der Live-Berichterstattung auf Snapchat, Facebook und Instagram so weiter! Ich bin total nervös, kann´s kaum erwarten und werde am Montag in ein tiefes Post-Popkultur-Loch fallen…“

Was am Wochenende sonst noch im MZ-Gebiet geboten ist, lesen Sie hier.

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