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Montag, 19. Februar 2018 4

Auszeichnung

Blickkontakt ist weiter auf Erfolgskurs

Die Schülerzeitung des Regensburger Von-Müller-Gymnasiums ist die beste in Bayern. Sie wurde schon mehrfach ausgezeichnet.

Die Redakteure der Blickkontakt mit Betreuungslehrer Michael Hartmann, der Landeswettbewerbsleiterin Claudia Gaull (links) und dem Moderator Sebastian Beck (rechts) bei der Siegerehrung. Foto: Stephan Rum

Regensburg.Die Nachwuchsredakteure des Von-Müller-Gymnasiums (VMG) wurden in München beim Bayerischen Schülerzeitungswettbewerb „Blattmacher“ als beste Schülerzeitung der bayerischen Gymnasien ausgezeichnet. Zudem wurden sie in den „Club der Besten“ aufgenommen. Damit konnten die Zeitungsmacher des VMG in der Erzbischof-Buchberger-Allee in diesem Schuljahr schon den vierten Preis ergattern und damit bereits insgesamt 2000 Euro an Preisgelder einnehmen.

Nachdem die „Blickkontakt“ 2013 wegen einer Stimme „nur“ auf Platz 2 und 2014 auf Platz 4 gelandet war, nahmen diesmal die Chefredakteure Carlos Hanke-Barajas und Matthias Weinzierl zusammen mit Redaktionsmitgliedern und Betreuungslehrer Oberstudienrat Michael Hartmann voller Stolz die begehrte Urkunde als beste bayerische Schülerzeitung in Empfang. Mit einem nicht unumstrittenen Titelthema waren die Nachwuchsredakteure des VMG ins Rennen gegangen: „Homosexualität - voll schwul das Heft“ hieß der Titel ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2015. Und ihr Mut wurde belohnt. Dass sie ein schwieriges gesellschaftliches Thema behutsam und vielseitig behandelt haben, honorierte die Jury ebenso wie die professionelle Optik und die vielen selbstgestalteten Grafiken, was vor allem die Layouterinnen und Grafikerinnen Lena Konz, Lena Würsching und Verena Zirngibl sehr erfreute.

Eingangs hatte SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach betont, wie wichtig es sei, im Leben die richtigen Fragen zu stellen, und dabei eingestanden, dass sein erstes Interview in seiner Schülerzeitung damals so langweilig gewesen ist, dass es direkt im Papierkorb gelandet sei. Deshalb begeisterte die Redakteure der „Blickkontakt“ besonders, dass in der Jurybegründung auch zwei Interviews explizit hervorgehoben wurden. So hatte Helene Ehmann ein sehr einfühlsames Gespräch mit einer bisexuellen Schülerin geführt, das im Juni auch vom Spiegel prämiert worden war und bei Spiegel Online veröffentlicht wurde. Zudem hatten Lea Wahode und Christoph Schlenker ein Interview mit dem Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde Roland Jahn geführt und damit nicht nur ein Kapitel der jüngeren Geschichte eindrucksvoll präsentiert, sondern auch gezeigt, wie elementar Bürgerrechte sind. Damit hatten sie auch geschafft, was Kultusminister Spaenle in seiner Rede als bedeutend herausstellte: „Schülerzeitungen informieren und unterhalten, sie greifen Themen auf, die an der Schule vor Ort wichtig sind und sie fördern demokratische Prozesse der Meinungsbildung und Mitbestimmung. Kurz gesagt: Die Redakteure von Schülerzeitungen gestalten das Schulleben entscheidend mit!“

Wie auch die Sieger der Real- und Mittelschulen sowie der FOS/BOS werden die Regensburger Nachwuchsjournalisten Mitglieder im „Club der Besten“, was sie dazu berechtigt, dauerhaft ein Premium-Signet zu führen. Darüber hinaus erhält die Redaktion durch spezielle Workshops eine besondere Förderung durch die Süddeutsche Zeitung sowie einen exklusiven Einblick in das Berufsfeld Journalismus und ist nächstes Jahr Teil der Blattmacher-Jury.

Mit diesem Preis konnte die Redaktion der „Blickkontakt“ die erfolgreiche Arbeit weiterführen, die in den vergangenen Jahren zu mehreren Preisen auf Landes- und auf Bundesebene geführt hat. So spülten allein in diesem Schuljahr mit der aktuellen Auszeichnung Prämierungen der Hanns-Seidel-Stiftung, der Jungen Presse e. V. als drittbeste Schülerzeitung Deutschlands und des Spiegels 2000 Euro in die Redaktionskasse. Leider verlassen aber neben den Chefredakteuren Hanke-Barajas und Weinzierl, den Kreativchefinnen Würsching und Zirngibl auch Helene Ehmann, Agnes Kohlert und Luis Hannusch nach bestandenem Abitur die Redaktion. Mit den neuen Schriftleitern Lea Wahode und Christoph Schlenker stehen jedoch schon langjährige Zeitungsmitglieder in den Startlöchern, um die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortzuführen.

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