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Montag, 18. Dezember 2017 5

Musik

Poppig in den Advent gespielt

Ensembles des Akkordeon-Clubs Regensburg gestalteten ein abwechslungsreiches Programm: Dazu gehörte auch ein Abba-Best-of.
Von Curd Wunderlich

Das Junioren-Orchester versetzte die Zuhörer mit seinem Abba-Best-of ins vergangene Jahrhundert. Foto: Wunderlich

Regensburg.Es war ein kunterbuntes Potpourri, das die drei Orchester des Regensburger AkkordeonClubs und zusätzlich ein Steirisches Ensemble am Sonntagnachmittag ihren gut gelaunten Zuhörern im Antoniushaus präsentiert haben. Das Konzert zum Auftakt in den Advent hat seit Jahren seinen festen Platz im Regensburger Konzertkalender. Und auch heuer war der Saal wieder prall gefüllt. Freudige Zuhörerin war wieder Alt-Bürgermeisterin Hildegard Anke, die als treues Ehrenmitglied schon seit Jahrzehnten kein Konzert mehr verpasst hat.

Den schwungvollen Auftakt machte das Nachwuchs-Orchester, das gleich die ganze Bandbreite seines Könnens präsentierte: Während „An Irish Blessing“ von J. Moore eher bedächtig daherkam, schunkelte das Publikum bei der „Pop Collection 2“ von J. Schmieder freudig mit. Große Nervosität war dem Nachwuchs während des Spiels nicht anzumerken – doch am Ende ihrer drei Programmpunkte hatten alle ein breites Grinsen im Gesicht und freuten sich mit ihren Zuhörern über den durchweg gelungenen Auftritt.

Das Steirische Ensemble besteht aus einigen fleißigen Damen rund um Clubvorsitzende Heike Glas, die sich zusätzlich zu den Orchesterproben treffen, um volkstümliche Weisen einzuüben. Der Auftritt mit den traditionellen Stücken war eine gelungene Abwechslung, die das Publikum entsprechend mit langem und lautem Applaus honorierte.

Das Junioren-Orchester erfreute die Zuhörer nicht nur mit J. Miles „Music“ und der „Free World Fantasy“ von J. de Haan, sondern versetzte das Publikum mit einem Abba-Best-of auch in die Discos des vergangenen Jahrhunderts. Die Freude am Spiel war den meist jungen Akkordeon-Musikanten und ihrer Dirigentin Susanne Schmid dabei besonders anzusehen. Und auch ihre Zuhörer wippten begeistert im Stuhl, der ein oder andere musste bei manchem Hit der Band aus Schweden gar leise mitsummen.

Nach der Pause, in der sich die Besucher am selbst gebackenen Kuchen der fleißigen Helfer stärken konnten, trat das große Club-Orchester auf die Bühne. Unter der Leitung von Alexander Kastanov, der vorher schon das Nachwuchs-Orchester dirigiert hatte, gaben die Musiker gleich zwei Teile aus berühmten Opern zum Besten: Aus Mozarts „Zauberflöte“ boten sie die Ouvertüre dar, aus Verdis „La Traviata“ spielten sie das Vorspiel zum ersten Akt.

Mit einem Akkordeon-Ensemble die Feinheiten dieser großen Werke für Orchester herauszuarbeiten, ist wohl eine besondere Herausforderung. Hier zeigte sich: Fleißige Probenarbeit zahlt sich aus. Unter dem sehr engagierten Dirigat von Kastanov brachten die Akkordeon-Musiker im Antoniushaus einmal etwas andere, sehr hörenswerte Versionen der beiden Opern auf die Bretter. Am Ende gab es für alle Beteiligten donnernden Applaus mit stehenden Ovationen.

Der Akkordeon-Club

  • Nächstes Konzert:

    Am Ende des Auftritts am Sonntagnachmittag lud Clubvorsitzende Heike Glas schon zum nächsten Konzert der Akkordeonspieler ein. Es findet am Sonntag, 22. April, um 16 Uhr im Antoniushaus statt.

  • Mitspielen:

    Von 200 Mitgliedern des 1951 gegründeten Clubs sind 65 aktive Spieler. Jedes der drei Orchester (Nachwuchs, Junioren und Club) trifft sich einmal pro Woche zum Proben in der Grundschule St. Nikola. Informationen: info@akkordeonclub-regensburg.de .

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