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Mittwoch, 21. Februar 2018 3

Politik

Stadträte finden Hopfengarten toll

Die Neugestaltung des Museumsumfelds in Regensburg ist beschlossen. Im Frühjahr geht es in der Adolph-Kolping-Straße los.
Von Claudia Böken, MZ

  • Nicht Hallertau, sondern Regensburg: ein Hopfengarten an der Ecke Kalmünzer-/OstengasseAnimation: Stadt
  • Der Schwanenplatz mit geparkten Autos zwischen Altkleider- und Glas-Containern ist kein erfreulicher Anblick. Foto: Böken

Regensburg.Bis das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt 2018 eröffnet, muss die Stadt ein gewaltiges Stück Arbeit erledigt haben. Zwischen Minoritenweg und Eiserner Brücke werden Straßen und Plätze neu gestaltet und verschönert. Darüber besteht inzwischen im Stadtrat weitestgehend Einigung. Fest steht, dass im Frühjahr 2016 als erstes die Adolph-Kolping-Straße in Angriff genommen werden soll. Wie die Chefin des Stadtplanungsamts, Ute Hick-Weber auf MZ-Nachfrage erläuterte, werde dort der neue Kanal verlegt. Das Tiefbauamt sei momentan mit den Ausführungsplanungen beschäftigt, damit möglichst bald die Aufträge vergeben werden können.

Entree für Museum

Zeitgleich ist der Beginn der Umgestaltung des St.-Georgen-Platzes vorgesehen. Der soll künftig mit dem gegenüberliegenden Hunnenplatz eine räumliche Einheit bilden, die als Entree des neuen Museums gedacht ist. Auch eine Haltestelle für den ÖPNV ist hier geplant. Diese erste Bauphase, die nach derzeitigen Planungen von April bis September nächsten Jahres dauern soll, ist mit schwierigen Umleitungsmaßnahmen für den ÖPNV und den Individualverkehr verbunden, der sich dann komplett durch die Kalmünzergasse am Kolpinghaus vorbei quälen muss.

Der Schwanenplatz, dem gemeinsam mit der Kalmünzergasse die größte Aufwertung zuteil werden soll, wird als letzte der Maßnahmen rund um das Museum in Angriff genommen. Da, wo heute zwischen Altkleider- und Altglas-Containern Autos geparkt sind, sollen unter anderem ein Informations- und Servicegebäude mit Wartebereich für Busreisende entstehen. Freisitze und eine Wasserbank, dazu mehrere Bäume, sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen. Der Clou könnte am nördlichen Ende, an der Ecke Kalmünzer-/Ostengasse, ein Hopfengarten sein. Der Umbau des Schwanenplatzes könnte sich übrigens bis 2019 hinziehen und somit zur Museumseröffnung nicht fertig sein.

Verkehrsführung noch offen

Während die Umgestaltung der Museums-Umgebung inzwischen bei den Stadtratsparteien unumstritten ist, über den Hopfengarten nicht ein Wort verloren wurde, ist in Sachen künftiger dauerhafter Verkehrsführung noch immer das meiste offen. Schon vor den Sommerferien wurde dieser Punkt vertagt und – trotz Arbeitsgruppen – bis heute zu keinem Abschluss gebracht. Während die Koalition sich mit der Verwaltung darüber einig ist, dass aus der Ostengasse kommender Verkehr am Kolpinghaus auf keinen Fall mehr nach links abbiegen darf, weil sonst an dieser Stelle eine Ampel nötig wäre, die Rückstau in alle Richtungen produzierte, findet die CSU noch immer, dass diese Möglichkeit erhalten bleiben müsse. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs argumentiert dagegen, wer aus dieser Richtung unbedingt in die Altstadt fahren wolle, müsse dann eben die Eiserne Brücke überqueren und am Jakobi-Gelände wenden.

In der Koalition ist noch nicht endgültig geklärt, ob die Eiserne Brücke – wie ursprünglich geplant – nur noch in eine Richtung befahrbar sein soll. Vor allem die FDP würde den Individualverkehr gern auch weiterhin in beide Richtungen über die Brücke fahren lassen.

Der Hopfengarten

  • Kein Scherz:

  • Ein Hopfengarten am nördlichen Ende des Schwanenplatzes ist kein verfrühter Aprilscherz.

  • Rasenfläche:

  • An der Ecke Kalmünzer-/Ostengasse soll er an einer Stelle entstehen, die bisher ein eher unscheinbares Stück Rasen ist.

  • Baulücke:

  • Weil dort früher an das jetzige Eckhaus ein Gebäude angebaut war, besteht dort quasi eine Baulücke, die irgendwann einmal gefüllt werden könnte.

  • Nur temporär:

  • Bäume wollte man als „temporäres Grün“ nicht pflanzen, weil die sonst vielleicht in einigen Jahren wieder weichen müssen. Deswegen entstand die Idee, dort einen Hopfengarten anzulegen.

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