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Sonntag, 19. November 2017 7

Abfall

Vorwürfe nach dem „Nein“ zur Biotonne

Der Regensburger Umweltausschuss entschied sich gegen die Vorlage der ÖDP, hat aber ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Die Biotonne soll in Regensburg flächendeckend eingeführt werden, fordert die ÖDP.Foto: Wiedamann

Regensburg.Der Umweltausschuss lehnte eine sofortige und flächendeckene Einführung der Biotonne am Dienstag ab. Dafür, so Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt, Rathausplatz, werde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das den Sachverhalt in Regensburg untersuchen soll. Nach dem „Nein“ zum ÖDP-Antrag, meldete sich Astrid Lamby aus der ÖDP-Fraktion zu Wort: : „Es bedarf keiner Prüfung, ob der Bioabfall getrennt eingesammelt werden muss. Die neue Gesetzeslage macht uns da eine eindeutige Vorgabe – nur hält sich Regensburg eben nicht daran!“, so Lamby. Nach Aussage der ÖDP-Politikerin sieht das Bundesumweltamt auf Nachfrage die Zuständigkeit klar bei der Kommune – und in Regensburg entsprechenden Handlungsbedarf. So herrschte im Ausschuss plötzlich überraschende Einigkeit, dass die Biotonne ja eine gute Sache sei. „Ich frage mich, warum dann erst mit Steuergeldern ein Gutachten erstellt werden muss? Dies ist reine Verschwendung. Die Zeit, Energie und das Geld könnten gleich in die Konzeptentwicklung gesteckt werden“, sagt sie zu der geplanten Restmüllsortieranalyse und dem Gutachten über die verschiedenen Varianten der getrennten Entsorgung von Bioabfall zu Wort

Der Grüne Kreisverband Regensburg-Stadt begrüßt dagegen die im Stadtrat verabschiedete Beschlussvorlage zur Analyse des Regensburger Restmülls.

Für alle, die sofort mit dem Bioabfall-Sammeln anfangen wollen, bietet die Website der Stadtgrünen den Biotonnenfinder, das erste Nachbarschaftsportal für gemeinsames Recycling, an. „Wir wollen die Biotonne!“, erklärt die Regensburger

Grünenvorsitzende Judith Werner. „Wir haben diese Position im

Kommunalwahlkampf vertreten und stehen dazu auch nach wie vor.“

Stadtrat und Kreisvorsitzender Walter Erhard erläutert die Notwendigkeit dieses Vorgehens: „Die Analyse wird zum einen Klarheit darüber bringen, wie viel organischer Abfall sich in den Restmülltonnen in Regensburg wirklich befindet. Dazu haben wir derzeit keine aktuellen, belastbaren Zahlen. Zum anderen muss geklärt werden, mit welchem Verfahren der Biomüll verwertet werden soll. Denn einfach nur Sammeln um des Sammelns willen hilft niemandem weiter. Die Gesamtenergiebilanz muss am Ende stimmen.“

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