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Soziales

BiMaMü-Schüler besuchten Lesotho

Das Manfred-Müller-Jungeninternat in Pitseng feierte Einweihung. Eine Delegation aus Regensburg war dabei.

Die Delegation aus Regensburg mit Dr. Irina André-Lang und Schülern aus Pitseng. Fotos: BiMaMü/Detterbeck

Regensburg.Eine spannende Reise nach Lesotho im südlichen Afrika unternahmen Schüler, Eltern und Lehrer der Bischof-Manfred-Müller-Schule (BiMaMü) im Februar. Auf Einladung der Pitseng High School und des Vereins „Yes we care“ fuhr die Gruppe nach Lesotho, um bei der Einweihung des Manfred-Müller-Jungeninternats an der Pitseng High School dabei zu sein, dessen Bau die BiMaMü maßgeblich mit einer Summe von rund 50 000 Euro unterstützt hatte.

„Was wir hier erlebt haben, kann man eigentlich nicht in Worte fassen“, sagten zwei mitgereiste deutsche Schüler der BiMaMü. Ihr Urteil betraf sowohl die enorme Gastfreundschaft, die die Gruppe dort erlebte, als auch die allgemeinen Umstände, wie mit normalen Wagen unpassierbare Straßen oder schimmelige Wände, die sie in dem Land sehen mussten.

Aha-Erlebnisse in Lesotho

Die ersten Aha-Erlebnisse warteten kurz nach Gernzübertritt zum Königreich Lesotho auf die Gruppe: „Während in Südafrika noch alles sehr westlich wirkte, kam es uns hier doch sehr ärmlich und karg vor. Wellblechhütten entlang der Straße, Menschen auf Eseln und Pferden, aber auch zu Fuß unterwegs, oft eingehüllt in die traditionellen Basotho-Decken, manche aber auch tatsächlich in alte Plastikfolien, dazwischen Ochsenkarren und überfüllte Minibustaxis“, schildern die Teilnehmer erste Eindrücke. In Pitseng in Lesotho wurde die Gruppe von Dr. Irina Andre-Lang und ihrem Mann Peter herzlich begrüßt. Die Ärztin hat in den 80er und 90er Jahren in Regensburg gelebt. Mit ihrer Schwester Bettina gründete sie den Verein „Yes we care“, der seit 2011 seinen Sitz in Regensburg hat. Der Verein betreibt das Jungeninternat und bietet ein Patenschaftsprogramm an, an dem sich auch Klassen der BiMaMü beteiligen.

Engagement für die Schule

  • Internat für Aidswaisen

    Die Bischof-Manfred-Müller-Schule unterstützt seit vielen Jahren die Pitseng High School in Lesotho. Dort wurde am 18. Februar ein Jungeninternat für Aidswaisen eröffnet.

  • Unterstützung aus Regensburg

    Die Regensburger Schule hat den Bau des Jungeninternats mit 50 000 Euro unterstützt. BiMaMü-Klassen unterstützen zehn Patenkinder finanziell und machen Spendenläufe für die Schule.

Den fünf Kilometer lange Weg von der Unterkunft zur Pitseng High School durch das Hochland von Lesotho erwies sich als schwierig, denn eigentlich hätte man Allradfahrzeuge gebraucht. Aber da es trocken war, wagte sich die Gruppe mit VW-Bussen auf die Schotterpiste. An der High School angekommen, erwarteten sie dutzende Schüler in Schuluniform, im Spalier, mit Liedern und Tänzen. „Die Energie und Lebensfreude wirkte sofort ansteckend.“ Schulleiterin Sister Alice führte die Gruppe zum neuen zum neuen Bischof Manfred Müller Jungeninternat, wo die offizielle Eröffnung und Segnung durch einen Pfarrer vorgenommen wurde. Voller Stolz führte sie die Regensburger durch die neuen Räume.

Notquartier schockierte

Mit mehr als 50 Jungen ist das Internat schon wieder mehr als voll, so dass inzwischen wieder Jugendliche in die frühere Behausung als Notquartier aufgenommen werden. Dessen Zustand schockierte die Regensburger Gäste: In den Häusern leben jeweils zehn Jungen in Stockbetten in feuchten, teilweise schimmeligen Räumen. Ihre wenigen Habseligkeiten müssen sie in alten, rostigen Blechkisten unter den Betten verstauen, zum Waschen gibt es nur ein paar Plastikschüsseln. Die Häuser haben kein fließendes Wasser und auch keinen Strom.

Irina André-Lang informierte, dass der Verein ein zweites neues Boardinghouse plant, um diese Zustände zu beheben. Auch hierbei will die BiMaMü wieder als Sponsor mit ein zu steigen. Für das Einweihungsfest am Festplatz hatte die Schule ein farbenprächtiges Programm auf die Beine gestellt.

In einer mehr als dreistündigen Aufführung begeisterten die Schüler der Pitseng High School mit traditionellen Liedern und Tänzen. Besonders bewegend waren die Worte einiger ehemaliger Schüler aus dem Patenschaftsprogramm, die in großer Dankbarkeit erklärten, wie Dr. Lang sie aus ihrem Elend geholt habe. Die Regensburger nutzten die Chance zur Begegnung mit ihren Patenkindern.

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