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Region Schwandorf
Montag, 26. Juni 2017 26° 3

Kirche

25 Jahre für den Glauben einstehen

Pfarrer Peter Häusler beging in Maxhütte-Haidhof sein Priesterjubiläum mit Gläubigen aus St. Josef und St. Barbara.
Von Werner Amann

Zu den Geschenken der Kindergartenkinder gehörte auch ein selbst gefertigtes Kreuz. Foto: brn

MAXHÜTTE-HAIDHOF.Ein Freudentag in der Pfarrei „St. Barbara“ und der Pfarrei „St. Josef“ – Pfarrer Peter Häusler konnte sein 25. Priesterjubiläum feiern. Fast auf den Tag genau ist es 25 Jahre her, dass Pfarrer Häusler im Dom zu Regensburg vom damaligen Bischof Manfred Müller zum Priester geweiht wurde. Von diesen 25 Jahren wirkt er seit 19 Jahren als Seelsorger in der Pfarrei „St. Barbara“, der seit 1. September ist auch die Pfarrei „St. Josef“ Rappenbügl als Pfarreiengemeinschaft angeschlossen ist.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche „St. Barbara“ in Konzelebration mit Pfarrvikar Dr. Sebastian Palamoottil und in Anwesenheit der kirchlichen Vereine und Organisationen beider Pfarreien sowie zahlreicher Gläubiger feierte der Jubilar seinen Freudentag. Schon beim Einzug in die Pfarrkirche standen die Kinder der beiden katholischen Kindergärten Maxhütte und Rappenbügl Spalier und winkten dem Jubilar mit ihren Fähnchen begeistert zu.

Mit Glockengeläut, einem Spalier der Kindergartenkinder und einem Lied von Cantemus-Chor bereitete die Pfarrei ihrem Seelsorger einen feierlichen Einzug.

Der Cantemus-Chor sang im Gottesdienst. Vor der Feier der Messe sangen die Kindergartenkinder dann am Altar noch „Wir feiern heut ein Fest und klatschen in die Hände“, bevor sie Pfarrer Häusler Blumen und ein selbstgefertigtes Kreuz überreichten. Für beide Pfarreien brachte Christa Rinner dann zum Ausdruck, was es bedeutet, 25 Jahre als Priester im Dienst für Gott zu stehen.

Die Kinder von beiden Kindergärten bedachten Pfarrer Häusler mit Blumen.

Ein Priester solle ein Mensch sein, der mitten im Leben steht, der mitfühlen kann, der um seine Grenzen weiß, offen für die anderen und die jeweilige Zeit ist, der auf die Menschen und darum auch auf Gott ausgerichtet ist, der nicht perfekt ist und auch nicht erwartet, dass andere perfekt sind. Außerdem erwarte man von einem Priester, dass er dem Wort, insbesondere dem Wort Gottes, auf den Grund geht und diesem Wort verpflichtet ist, dass er andere ermutigt und Zuversicht ausstrahlt, Sakramente spendet und Liturgie feiert und ein Mann des Gebetes ist.

Es gäbe, so Rinner, noch viele Attribute, die zum Priestertum allgemein und im Besonderen auf den Jubilar zuträfen. Eine wichtige Charakterisierung für Häuslers priesterlichen Dienst sei jedoch die Aussage: „Der Priester – ein Mann des Wortes.“ Durch die Worte, mit denen die nicht immer leicht verständlichen Botschaften der Heiligen Schrift vom Priester erklärt und erläutert würden, werde geholfen, wieder miteinander zu kommunizieren, neue Brücken zu bauen und Vertrauen zu schenken.

Im Namen beider Pfarreien wünschte sie Häusler, dass er ein Priester bleibe, der auf die Menschen und auf Gott ausgerichtet sei. Für die weitere Zukunft wünsche sie viel Glück, verbunden mit dem Dank für das Wirken in der Pfarrgemeinschaft.

Lesen Sie hier, warum Pfarrer Peter Häusler die Priesterlaufbahn eingeschlagen hat.

In kurzen Dankesworten ging der Jubilar auf sein priesterliches Wirken ein, bei dem es nicht um ihn, sondern um Gott gehe. Er wolle dabei Brückenbauer sein. Durch die Gnade Gottes sei er zum Priester berufen worden und er flehe Gott um Hilfe an, sich dieser Gnade würdig zu erweisen und den Priesterberuf nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen.

In seiner Festpredigt ging Dr. Palamoottil auf den Leitspruch ein, den sich der Jubilar zu seiner Primizfeier auserkoren hatte: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ Dr. Palamoottil schloss mit den Worten, dass man Gott danken solle für diesen Hirten und das, was er in diesen 25 Jahren im Dienst an den Mitmenschen im „Weinberg des Herrn“ getan hat.

Die vielen Ehrengäste und Gläubigen beim Festgottesdienst und dem anschließenden Festakt im Pfarrheim zeugten von der großen Beliebtheit des Jubilars.

Im Anschluss an den Festgottesdienst fand im Beisein vieler Gäste ein Festakt im Pfarrheim statt. Erste Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank stellte fest, dass die volle Kirche und der bis zum Platzen gefüllte Pfarrsaal für sich sprächen. Sie übereichte dem Jubilar ein kleines religiöses Buch, eine CD zur Unterhaltung und Nüsse, weil sie wisse, dass er gerne knabbere.

Für die evangelische Gemeinde überbrachte Pfarrer Philip-Alexander Theiß die Glückwünsche. Er bezeichnete Pfarrer Häusler als einen Hirten, der im Auftrag des Herrn mitten im Leben stehe und tief im Glauben verwurzelt sei, der um Veränderungen wisse und seine Grenzen kenne. Er wünsche dem Jubilar, dass er Zeit finde, immer wieder Kraft aufzutanken, denn nur wer Kraft besitze, könne diese auch weitergeben. Prof. Dr. Dr. Heribert Popp überbrachte die Glückwünsche der Pfarrei „St. Josef“ Rappenbügl für 25 Jahre segensreiches Wirken. 25 Jahre Priester bedeute, für den Glauben einzustehen. Durch sein freundliches und offenes Wesen habe Pfarrer Häusler schnell dazu beigetragen, dass aus den beiden Pfarreien von Maxhütte und Rappenbügl eine echte Seelsorgeeinheit wurde.

Der Festakt wurde von Peter und Paul Pfundtner, vom Kirchenchor Rappenbügl und vom Sängerbund Maxhütte gesanglich umrahmt. Mit einem Sketch sorgten die Ministranten der Pfarrei dann noch für herzhafte Lacher.

Peter Häuslers Biografie

  • Geburt:

    Geboren am 1. März 1963 in Thanholz, Gemeinde Haibach in Niederbayern im Landkreis Straubing-Bogen.

  • Schule und Studium:

    Abitur 1984 am Johannes-Turmaier-Gymnasium in Straubing mit anschließendem Theologiestudium an der Universität in Regensburg und Innsbruck.

  • Kirchliche Laufbahn:

    Am 8. Dezember 1990 fand die Diakonweihe in Hemau statt. Anschließendes absolvierte Peter Häusler ein Praktikum in Altdorf bei Landshut. Am 29. Juni 1991 erfolgte die Priesterweihe im Dom zu Regensburg durch Bischof Manfred Müller. Kaplan war Peter Häusler von 1991 bis September 1995 in Nabburg und dann bis August 1997 in Sulzbach-Rosenberg. Seit 1. September 1997 ist er Pfarrer in der Pfarrei „St. Barbara“ Maxhütte-Haidhof und seit dem 1. September 2015 auch zuständig für die Pfarreiengemeinschaft Maxhütte und Rappenbügl.

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