mz_logo

Region Schwandorf
Montag, 20. November 2017 5

Wirtschaft

42 Goldene Meisterbriefe verliehen

Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zeichnete Persönlichkeiten aus, die sich um Ausbildung verdient gemacht haben.

Den Meister-Jubilaren gratulierten der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (1. Reihe, 1. von rechts) und Mitglied des Vorstands Georg Braun (1. Reihe, 1. von links) Foto: Fotostudio Schwarz

Neunburg.Für jahrzehntelange Tätigkeit und Verdienste in ihrem Handwerk ehrte die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz am vergangenen Freitag in der Schwarzachtalhalle Neunburg 42 Handwerksmeister mit dem Goldenen Meisterbrief und der Goldenen Meisternadel. 17 Meister konnten nicht persönlich anwesend sein. Sie erhalten die Auszeichnung mit der Post.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Martin Birner allen Geehrten für ihre Verdienste. Er selbst erlernte den Beruf des Elektrikers und sei stolz darauf. Handwerker bezeichnete er als die geländegängigsten Persönlichkeiten, die bodenständig sind und am meisten aushalten. „Ohne Handwerker wären unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und auch unsere Heimat ein gutes Stück ärmer“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Hans Schmidt in seiner Festrede.

„Durch Ihre regionale Verwurzelung und Ihre soziale Verantwortung tragen Sie dazu bei, dass unser Ostbayern so lebenswert ist“, würdigte Schmidt die Arbeit und Schaffenskraft durch die die Meister in 35 oder mehr Jahren in ihrem Handwerk eine erhebliche Vorbildfunktion erlangt hätten.

„Meister sind wahre Alleskönner“

„Der Goldene Meisterbrief ist ein Zeugnis dafür, dass Sie Ihre Handwerkskunst beherrschen und wahre Alleskönner sind.“ Deshalb betrachtete er den Goldenen Meisterbrief sinnbildlich als die Lorbeeren, die es nach vielen Jahren des Engagements, Durchhaltevermögens und Leistungswillens nun zu ernten gelte. „Diese Auszeichnung stehe auch für den Verdienst jahrzehntelanger Ausbildungsleistung, schließlich bilde das Handwerk in Ostbayern 35 Prozent der Lehrlinge aus“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer weiter. „Sie ermöglichen vielen jungen Leuten eine Ausbildung und eine Zukunftsperspektive in der Heimat und tragen maßgeblich zu deren Persönlichkeitsbildung bei“, würdigte er die Geehrten.

Vorreiter bei der Integration

Im Zuge dessen hätte das Handwerk auch seit Langem eine Vorreiterrolle bei der Integration von jungen Menschen mit ausländischen Wurzeln inne. „Gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise möchte ich Ihnen dafür von Herzen danken“, so Schmidt. Neben der hohen Ausbildungs- und Arbeitsleistung der Handwerksmeister betonte Schmidt die Bedeutung der Familien, die den nötigen Rückhalt bieten und einen erheblichen Beitrag zum Erfolg eines selbstständigen Betriebs leisten würden. In seinen Abschlussworten betonte Schmidt den Wert der „Goldenen Meister“ als Botschafter für das Handwerk. „Jenseits von Imagekampagnen und Marketingstrategien sind Sie es, die tagtäglich durch Ihre Erfahrung und Kompetenz das Ansehen des Handwerks stärken.“

Die geehrten Meister

  • Landkreis Cham:

    Kurt Bindl , Radio und Fernsehtechnik, Katzelsried, Franz Brey, Metzger, Wetterfeld; Heinrich Eckl, Kaminkehrer, Runding, Dieter Greinke, Metzger, Johann Hanauer, Zimmerer, beide Furth im Wald; Rudolf Lankes, Schreiner, Cham; Josef Mages, Schreiner, Pemfling; Josef Maier, KFZ-Mechaniker, Rhan; Ludwig Neumaier, KFZ-Mechaniker, Eschlkam; Ferdinand Obermeier, Bäcker, Neukirchen Hl.-Blut; Martin Plötz, Kaminkehrer, Tiefenbach; Friedrich Schindler, Elektro, Schönthal; Reinhard Stadler, KFZ-Mechaniker, Wald; Adalbert Strobl, Elektro, Bad Kötzting; Reinhold Tax, KFZ-Mechaniker, Miltach;

  • Gerhard Tischner, Elektro, Willmering; Weitere Geehrte aus dem Landkreis Cham:

    Erich Wittmann, KFZ-Mechaniker, Cham; Michael Altmann, Kaminkehrer, Roding; Anneliese Himmelstoss, Friseur, Hirschenbühl;

  • Landkreis Schwandorf:

    Ernst Duschinger, Schlosser, Teublitz, Michael Graf, Heizung-Lüftung, Schwandorf; Josef Hösl, Zweiradmechaniker, Nabburg;

  • Anton Krettner, Raumausstatter, Schwandorf; Anton Nissl, KFZ-Mechaniker Neunburg; Herbert Pauli, Friseur, Nabburg; Hans-Günter Rosskopf, Elektro, Neunburg; Johann Schmid, Schreiner, Seebarn;

  • Erwin Landkammer, Elektro, Neunburg; Johann Meindl, Metzger, Schönsee; Karl Urban, Bäcker, Nabburg

Mit einer Geschichte schloss Schmidt seine Laudatio. „Ein Holzfäller meldete sich für eine Woche beim Vorarbeiter. Am ersten Tag fällte dieser 18 Bäume. Nach und nach wurden es immer weniger, bis er am letzten Tag seiner Probezeit nur mehr zwei Bäume schaffte. Der Holzfäller trat vor den Vorarbeiter und schwor Stein und Bein, dass er geschuftet habe, bis zum Umfallen. Der Vorarbeiter fragte ihn, wann er das letzte Mal seine Axt geschärft hatte?“

Schmidt betonte, dass die gewaltigste Anstrengung nichts nütze, wenn nicht ab und zu im übertragenen Sinn auch für Ruhe und Entspannung gesorgt wird. Nur so könne Kraft für neue Herausforderungen geschöpft werden, denn diese gehen im Handwerk sicherlich nie aus. (ghs)

Hier lesen Sie mehr Nachrichten aus Neunburg.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über WhatsApp direkt auf das Smartphone: www.mittelbayerische.de/whatsapp

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht