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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. Oktober 2017 18° 3

Unterhaltung

60 Jahre und kein bisschen leise …

Das 3. Oberpfälzer Musikantentreffen in der Stadthalle von Maxhütte-Haidhof hielt von der klassischen Volksmusik bis zum Couplet alles bereit.
Von Norbert Wanner

  • Von wegen „Zwoaraloa“: Vierstimmig sang die Gruppe über die Mühen der Frauenwelt mit den Männern.
  • Die Gastgeber des Musikantentreffens, die Maxhütter-Stub’n-Musi.
  • Bürgermeisterin als Sängerin

MAXÜTTE-HAIDHOF. Nein, nicht nur Kollnburg hat eine singende Bürgermeisterin. Wenn es der Auftritt von Dr. Susanne Plank auch nicht auf „Spiegel-Online“ schaffen dürfte, wie der ihrer Amtskollegin aus dem Bayerischen Wald; musikalisch gelungen war er durchaus. Beim 3. Oberpfälzer Musikantentreffen in der Stadthalle bewies die Bürgermeisterin als Teil von „Bella Musica“ gesangliches Talent, wie überhaupt der Auftritt der fünf Damen aus Maxhütte-Haidhof mit Titeln wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ musikalisches Können verriet.

„Normalerweise begrüße ich Sie an dieser Stelle mit einer Rede, aber wer will an so einem Abend schon eine Rede hören?“ Dr. Plank traf damit ins Schwarze und das Publikum ließ das Quintett nicht ohne Zugabe von der Bühne. Für das Reden war Eckhardt Mierzwa zuständig, Motor und Moderator des Musikantentreffens. Der hieß eine Reihe hochkarätiger musikalischer Gäste willkommen.

„60 Jahre und kein bisschen leise“, sagte der Moderator in der voll besetzten Halle. Damit spielte er auf den 60. Geburtstag der Stadt an. Es sei das vielfältige Angebot, das die Stadt lebendig mache. Und vielfältig war auch das, was sich auf der Bühne abspielte: Ein unterhaltsames, buntes Potpourri, das von der klassischen Volksmusik bis zum Couplet alles bereithielt.

Schon der Auftakt ließ im wahrsten Sinne des Wortes aufhorchen. Die Parforcehornbläser brachten die Halle bis in den letzten Winkel zum Klingen. Es folgte der Gesang – und was für einer. Die zwei „Zupfer Moidln“ gehören ohne Zweifel zu den Granden der Oberpfälzer Volksmusikszene. Sie sorgten mit Liedern wie „Geh tausch halt aus“ und manchem Witz für Stimmung. Auf ganz andere Art mitreißend war das Quartett „Bleech-gfeech“. Der Name war Programm. „Gfeech“ steht für flott, laut, „afdraht“. Genauso spielten die Vier, mal Polka mal Landler mit Tuba und Trompete.

Die klingenden Saiten sind die Spezialität der „Maxhütter-Stub’n-Musi“, Gastgeber des Musikantentreffens. Deren Kopf ist Mierzwa. Zweimal Zither, Hackbrett, Gitarre und Tuba sorgten für den typisch weichen und eingängigen Stubenmusik-Klang. Der „Schottisch aus Burgberg“ oder die „Josefi-Polka“ wurden vom Publikum aufmerksam verfolgt.

„Zwoaraloa“ war in Wirklichkeit „Vieraloa“. Vier Damen aus der Gegend von Siegenburg, die sich auf „bayerisch-weibliches“ Liedgut spezialisiert haben und dabei eine klare Sprache pflegen. So erläuterten sie singend, dass der Froschprinz auch eine Täuschung sein kann: „Schenkt er dir statt Rosen Silikon für eine Busenoperation“, handelt es sich nach der Klassifizierung des Quartetts eher um einen „Ochsenfrosch“. Auch die Alphornbläser ließen ihre Instrumente erklingen, und ehe man sich’s versah, gingen rund drei Stunden eines vergnüglichen Abends zu Ende. Da konnte die Bürgermeistern nur noch versichern, dass es eine Neuauflage des Musikantentreffens gibt.

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