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Region Schwandorf
Dienstag, 21. November 2017 7

Versammlung

Auszeichnung posthum verliehen

Der Freundeskreis des Oberpfälzer Volkskundemuseums in Burglengenfeld würdigt das Engagement von Gabriele Blechschmid.

Zur Vorsitzenden wurde Evi Dams (links) gewählt. Zu ihrer Stellvertreterin wurde Gerlinde Mitchell (rechts) ernannt. Als weiterer Beisitzer wurde Norbert Steinhauser gewählt. Foto: bjs

Burglengenfeld.Der Freundeskreis des Oberpfälzer Volkskundemuseums hat sich in der Gaststätte der Stadthalle zur Jahresversammlung getroffen. Durch das Ableben der Vorsitzenden Gabriele Blechschmid im April musste die Vorstandschaft in Teilen neu gewählt werden. Als ihre Nachfolgerin haben sich die Mitglieder einstimmig für Evi Dams (bisher 2. Vorsitzende) entschieden, die dieses Amt kommissarisch übernommen hatte. Gerlinde Mitchell wurde zu ihrer Stellvertreterin gewählt. Als weiterer Beisitzer wurde Norbert Steinhauser gewählt.

Gabriele Blechschmid, Gründungsmitglied, seit 1986 Schriftführerin und seit 1991 Vorsitzende, wurde aufgrund ihres langjährigen Engagements posthum zum Ehrenmitglied ernannt.

Der Verein habe sich auch 2016 am Rahmenprogramm für die zahlreichen Veranstaltungen des Museums sowie an der Finanzierung der Ankäufe beteiligt, wie Evi Dams in ihrer Rückschau erwähnte. Die Künstlerin Rita Gäßler sei mit der Gestaltung von Glückwunsch- und Trauerkarten beauftragt worden. Die Motive stammten aus den Exponaten des Museums.

Über die Museumsaktivitäten an sich und über den Fortschritt der baulichen und gestalterischen Modernisierung des Museums informierte Dr. Margit Berwing-Wittl. Die ersten sieben renovierten Räume im Erdgeschoss seien am 18. Februar in Betrieb genommen worden, wie sie stolz berichtete. Das Feedback der Besucher sei hervorragend. „Diese Erfahrungen bestärken uns darin, genauso in den oberen Abteilungen weiterzumachen“, sagte die Museumsleiterin.

Seit 15. Oktober sei mit der Heimatstube der Sudetendeutschen Landsmannschaft eine kleine neue Abteilung im ersten Obergeschoss des Museums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Ein besonderer Höhepunkt 2016 sei die Sonderausstellung „Der Blick auf die Tracht – Kleidung als Zeichen“ gewesen – mit großem Rahmenprogramm, bestehend aus Vorträgen, Sonderführungen, integrativen Führungen für Flüchtlinge, Konzerten sowie vielen Aktionen für Erwachsene und Kinder.

Weitere Ausstellungshöhepunkte waren: „Klosterküche und Haferbrei – Esskultur im Mittelalter“ von Dr. Astrid Selinger, „Zirkusspielzeuge aus Blech, Papier und Pappe“ von Gerhard Pretzl, „Karikaturen und andere Bosheiten – Weltansicht eines Oberpfälzers“ von Peter Panzer sowie eine Kunstausstellung mit bewegenden spätexpressionistischen Werken aus dem Nachlass von Johann Georg Müller aus Kallmünz. (bjs)

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