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Region Schwandorf
Sonntag, 19. November 2017 5

Protest

BI übergibt Unterschriften und Fragen

Die Einwohner des Teublitzer Ortsteils Weiherdorf wehren sich gegen die Ausweisung eines Baugebiets mit 80 Parzellen.
Von Werner Artmann

Sprecher der „BI Weiherdorf“ übergaben an Bürgermeister Robert Wutz die Unterschriftenliste und 15 Fragen zum „Baugebiet Weiherdorf“. Foto: Artmann

TEUBLITZ.Die erste gemeinsame Aktion der „Bürgerinitiative Weiherdorf“ fand am Donnerstagnachmittag statt. 21 Einwohner aus Weiherdorf mit den drei BI-Sprechern Robert Meier, Roland Müller und Helmut Hiller an der Spitze sprachen im Rathaus beim amtierenden zweiten Bürgermeister Robert Wutz vor und übergaben unter dem Motto „Weiherdorf soll dorfgerecht wachsen“ eine Liste mit 15 Fragen und 166 Unterschriften zum vorgesehenen Baugebiet mit 80 Bauparzellen.

Bürgermeister mahnt Sachlichkeit an

Bei der kurzen Diskussion bat 2. Bürgermeister Robert Wutz um Sachlichkeit, gegenseitigen, respektvollen Umgang und wies die per E-Mail eingegangenen Unterstellungen und massiven Beleidigungen gegen die Bürgermeisterin und die Stadträte zurück. „Weiherdorf soll dorfgerecht wachsen!“ Auf dieses Motto wies BI-Sprecher Robert Meier bei der Übergabe der Unterschriften hin. 80 Bauparzellen seien für Weiherdorf zu viel, weil darunter der dörfliche Charakter leiden würde. Außerdem fordere man eine Bürger- oder Dorfversammlung, bei der die ganze Angelegenheit vonseiten der Stadt erläutert und von den Bürgern von Weiherdorf diskutiert werden sollte.

„Unterstellungen und massive Beleidigungen“

Aussagen von Dorfgemeinschaftssprecher Alois Schmid, zwei Stadträte hätten gesagt, dass die Unterlagen für die Bebauung in Weiherdorf erst am Sitzungstag verteilt und ein bis zwei Tage danach beim Landratsamt eingereicht worden seien, widersprach Bürgermeister Robert Wutz. Die Beschlussvorlage „Weiherdorf“ sei im Haupt- und Finanzausschusses am 24. Juli vorberaten worden. „Am Sitzungstag wurden die Tischvorlagen wegen Ergänzungen ausgetauscht.“ Zudem sei das Thema mit dem Flächennutzungsplan im März 2016 wie auch im Stadtrat ausgiebig vorberaten worden. „Die Unterlagen sind bis heute nicht an das Landratsamt weitergeleitet worden“, sagte Wutz. Diese Behauptung „ist frei erfunden“.

Offenbar hatte Alois Schmid eine E-Mail an alle Stadträten und die Bürgermeisterin verfasst. „Die Unterstellungen und massiven Beleidigungen weisen wir auf das Schärfste zurück“, erklärte Wutz.

Die BI Weiherdorf

  • Fragenkatalog: Bei der Unterschriftenübergabe im Rathaus wurden durch die BI-Sprecher Robert Meier, Roland Müller und Helmut Hiller auch 15 Fragen an 2. Bürgermeister Robert Wutz übergeben und gebeten, diese durch die Stadt alsbald zu beantworten. Es handelt sich hierbei auszugsweise um folgende Fragen: Wie viele bestehende Bauanfragen gibt es für Weiherdorf? Wer trägt die Kosten für die Infrastrukturmaßnahmen? Liegen Immission- und Naturschutzgutachen vor?

  • Organisation: Der Sprecherrat der „Bürgerinitiative Weiherdorf“ hat sich auf inzwischen sechs Personen vergrößert. Dem Sprecher-Team gehören somit an: Lutz Schneidewind, Helmut Hiller jr., Michael Mette, Robert Meier, Roland Müller und Stephan Leibl. Dieser forderte die Einwohner des Teublitzer Ortsteils Weiherdorfer auf, „Kind und Kegel und Hund an die Hand zu nehmen und nichts wie hin zum Rathaus, damit die Stadt sieht, wie wir hinter unseren Forderungen stehen!“ (bat)

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