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Region Schwandorf
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Verband

BLSV sieht Sport als Integrationshelfer

Der Kreisverband Schwandorf zog eine positive Bilanz und wählte die Vorstandschaft neu. Roger Anders bleibt an der Spitze.
Von Ralf Gohlke

Roger Anders (4. von links) wurde als Vorsitzender des BLSV-Kreisverbandes bestätigt. Foto: R. Gohlke

Neunburg.Die Schwerpunkte im Service, in der Bildung und in der Kommunikation ganz im Sinne der Vereine und der Sporttreibenden sollen weiter vorangebracht werden. Das unterstrich der alte und neue Vorsitzende des Schwandorfer Kreisverbands des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), Roger Anders, beim ordentlichen Kreistag am Freitag im Clubheim des Golf- und Landclubs Oberpfälzer Wald.

Um seiner Aufgabe als Dienstleister noch mehr gerecht zu werden, sei die Ausbildung und Qualifizierung von Vereinsmanagern auf Bezirks- und Kreisebene geplant. „Wir verstehen den Sport zudem als Dialogbildner und Brückenbauer in vielerlei Hinsicht“, betonte Anders in seinem Tätigkeitsbericht. Dazu rechnete er allein rund 500 Veranstaltungen im Bildungsbereich für Jugendliche und Erwachsene. Bereits zu Beginn des Jahres konnte das „Vereins-Cockpit“ als die zentrale Plattform der Digitalisierung im organisierten Sport in Bayern angeboten werden. Nicht unerwähnt ließ Anders, dass alle Zuschussanträge von Vereinen für Baumaßnahmen positiv unterstützt werden konnten.

Neuwahlen beim BLSV

  • Vorsitzende:

    Roger Anders und sein Stellvertreter Michael Günther wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu hinzugewählt wurde Lisa Schmid als weitere Stellvertreterin.

  • Schatzmeister:

    Gertrud Derdau wurde ebenfalls in ihrem Amt bestätigt.

  • Referenten:

    Als Referentin für die Frauenarbeit stellte sich Sonja Pausch neu zur Wahl. Seniorenreferentin blieb Sigrid Markgraf-Rank. Der Referent für Sportabzeichen, Senioren und Bildung soll noch nachgewählt werden. Es wurden Vorschläge zu möglichen Kandidaten genannt, deren Zustimmung aber noch nicht vorlag.

  • Schriftführer:

    Der Posten wurde vorerst nicht besetzt.

  • Delegierte:

    Im Rahmen des BLSV-Kreistags waren im weiteren 13 Delegierte plus Stellvertreter zum Bezirkstag am 17. März in Regenburg zu wählen, desgleichen zwei Delegierte zum Landesverbandstag 2018, bei dem auch ein neuer BLSV-Präsident gewählt werden wird.

Ebenfalls eine positive Bilanz zog er zu den wieder leicht ansteigenden Zahlen bei der Abnahme von Sportabzeichen. Als Integrationshelfer und Impulsgeber bezeichnete er die Landkreissportfeste und das Inklusionssportfest. Durch die Möglichkeit, rund 21 Sportarten unkompliziert ausprobieren zu können, seien viele neue Interessenten gewonnen worden und auch viele neue Partnerschaften entstanden.

Dazu rechnete er auch die Partnerschaft mit dem Partnerkreis Oberlausitz, dessen Vorsitzender Arnim Christgen in seinem Grußwort allerdings bedauerte, dass bislang daraus keine Vereinspartnerschaften erwachsen seien. Hier soll nun mit zwei Schwimmvereinen ein neuer Versuch gestartet werden.

BLSV-Präsident Günther Lommer (rechts) sprach ein Grußwort. Foto: ggo

BLSV-Präsident Günther Lommer sprach in seinem Grußwort von einer „Abschiedstour“, da er 2018 nicht erneut kandidieren werde. Auch wenn er sein Ziel, die Fünf-Millionen-Mitglieder-Marke, noch nicht ganz erreicht habe, scheide er zufrieden aus dem Amt. Zumindest habe er sein Versprechen, die Beiträge nicht zu erhöhen, einhalten können, und trotzdem stehe der Verband jetzt auf viel solideren Beinen, wie er sagte. Einen Dank richtete er diesbezüglich an die Staatsregierung, die „unglaublich viel für den Sport“ leiste. So dürften künftig auch Büroräume in Vereinsunterkünften bezuschusst werden und das Punktekonto für Organisationsleiter wurde mit den Übungsleitern gleichgestellt. „Ich sehe keine Krise im Ehrenamt“, betonte der Präsident, forderte aber zugleich dazu auf, die positiven Aspekte des Ehrenamts besser herauszustellen.

Der Neunburger Bürgermeister Martin Birner, stellvertretender Landrat Joachim Hanisch und Michael Günther als Vertreter des Golfclubs waren sich einig über die Unterstützung, die der Verband für die Sporttreibenden in vielerlei Hinsicht leiste. Gleiches galt auch für die Bedeutung des Sports in Sachen Integration. „Das kann die Politik nicht so gut wie der Sport“, war sich Hanisch sicher. Bei der Neuwahl wurde die bisherige Vorstandschaft unter Führung von Anders im Wesentlichen bestätig.

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