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Region Schwandorf
Samstag, 25. November 2017 5

Glaube

Blues-Riffs und ruhige Chormusik

In der Schwandorfer Erlöserkirche wurde es eng, als zahlreiche Besucher das Konzert „Luther und Musik“ hören wollten.

Zahlreiche Sänger und Musiker versammelte der Konzertabend in der Erlöserkirche, der von Thomas Huber (rechts, am Piano) geleitet wurde. Foto: sev

Schwandorf.Beim Konzertabend „Luther und Musik“ in der Erlöserkirche durften es auch schon mal Blues-Riffs auf der E-Gitarre sein, die die musikalische Bedeutung des berühmten Theologen in die Jetzt-Zeit übersetzten. Am Ende gab es brandenden Applaus für die Akteure für ihr gelungenes künstlerisches Konzept. Was man alles auf die Beine stellen kann, wenn man Musiker des Kalibers eines Thomas Huber, Arne Langbein und Willi Stöhr in der Kirchengemeinde hat und Virtuosen wie den Pianisten Florian Sorgenfrei, die Geigerin Dagmar Merkel und den jungen Saxofonisten Jonas Huber einbinden kann, zeigte der Konzertabend auf vorzügliche Weise.

Die Erlöserkirche konnte die Zahl der Zuhörer kaum fassen, die die Veranstaltung mit „Heavenbound“, dem evangelischen Kirchenchor, dem „Luther-Projektchor“, den Solisten und Instrumentalisten hören wollten. Über allem schwebte die musikalische Eingangsfrage „Wer ist Martin Luther“ aus dem Pop-Oratorium „Luther“ des Erfolgsduos Michael Kunze und Dieter Falk, an dessen gewaltiger Münchner Aufführung Mitte März die Schwandorfer mitwirken durften – als 60 von 2000 Sängern. Das Intro des Abends versammelte gleich alle Akteure rund um den Altar, um in einem mitreißenden, gemeinsamen Chor das titelgebende Stück des Oratoriums in Szene zu setzen.

Singen als Markenzeichen

  • Für den Schwandorfer Arzt,

    Chorsänger und Cajon-Spieler Dr. Matthias Hofmann war Martin Luther „der erste Vertreter der Neuen Deutschen Welle“.

  • Chorleiter Thomas Huber,

    der mit den Gospelsängern von „Heavenbound“ die Hauptlast des Abends schulterte, schlug in die gleiche Kerbe: „Martin Luther nahm populäre Melodien als Grundlage seiner religiösen Lieder.“

  • Die Lieder erklangen auf Deutsch,

    damals eine Sensation, und so konnte Kirchenchorleiter Willi Stöhr ergänzen, „dass das Singen zum Markenzeichen der Lutherischen wurde“.

Danach wurde es ruhiger, als der Kirchenchor einige Stücke des Reformators intonierte – darunter „Ein feste Burg ist unser Gott“. Rockig wurde es, als sich Pfarrer Langbein die E-Gitarre umhängte, die Blues-Brothers-Sonnenbrille aufsetzte und zusammen mit Huber in „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“ einstieg. Für einen weiteren Höhepunkt des zweistündigen Konzerts sorgte Dr. Mathias Hofmann, der eine längere Luther-Geschichte getextet hatte, die viele amüsante Wortspielereien im Stil des Münchner Kabarettisten Willi Astor enthielt. (sev)

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