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Region Schwandorf
Mittwoch, 17. Januar 2018 11

Bildung

Den Himmel auf die Erde geholt

Burglengenfelder Gymnasiasten haben in den Naabauen einen „Planetenweg“ angelegt. Damit verbunden ist ein Quiz.
Von Magdalena Engel

Diese Gymnasiasten-Gruppe hat den Planetenweg entlang der Naab angelegt. Unser Bild zeigt sie unter anderem auch mit 2. Bürgermeister Bernhard Krebs (Vierter von links). Foto: Engel

Burglengenfeld.Das Vorhaben, am Irl etwas zu verändern, sprich seine Aufenthaltsqualität weiter zu steigern, steht schon länger auf der Agenda der Verantwortlichen. Doch seit die marode Holzbrücke gesperrt wurde, scheint die Umsetzung von Ideen für viele Bürger nun eher wieder in weite Ferne gerückt zu sein.

Irrtum. Dank des Engagements von elf Schülern des P-Seminars Physik des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums ist nun auf dem Naherholungsgebiet endlich etwas passiert. Zusammen mit ihrem Projektleiter Stefan Maurer haben sie in den letzten Monaten einen maßstabsgetreuen „Planetenweg“ angelegt, der kurz vor Weihnachten eingeweiht wurde. Entstanden ist ein respektabler Lehrpfad, der an der Irl-Brücke beginnt und beim Saltendorfer Weiher endet. Er stellt das Sonnensystem mit seinen acht Planeten dar. Auch der Zwergplanet Pluto wurde nicht vergessen.

Alles ist maßstabsgetreu

Die Erde ist der einzige bewohnte Planet unseres Sonnensystems, weshalb wir gut auf sie aufpassen müssen. Mehr als 70 Prizent der Oberfläche sind mit Wasser bedeckt. Wissen Sie auch, wie lange es unsere Erde schon gibt? Foto: Kornmesser/dpa

Dabei entspricht jeder Meter, den man beim Beschreiten des Weges zurücklegt, umgerechnet auf die wahren Dimensionen des Weltalls 17 000 Kilometern. In sozialen Netzwerken wie Facebook kursierten bereits lange vor der offiziellen Präsentation Bilder der zugehörigen Tafeln. Niemand wusste so recht, was es damit auf sich hatte.

Ohne die Sonne wäre auf der Erde Dauerfrost, es herrschten Minus 18 Grad, der Planet hätte eine dicke Eisschicht. In 1,1 Milliarden Jahren werden durch ihre Hitze Wüsten die Kontinente bedecken. Woraus besteht der Fixstern Sonne hauptsächlich? Foto: Stratenschulte/dpa

Bereits seit September 2016 beschäftigen sich die Seminarmitglieder mit der Verwirklichung des Planetenwegs. Denn das P-Seminar dient dazu, Schülern das selbstständige Arbeiten näherzubringen, indem sie gemeinsam über einen längeren Zeitraum hinweg ein Projekt planen und umsetzen. Die Realisierung war, so wird berichtet, mit vielen organisatorischen, aber auch handwerklichen Aufgaben verbunden. Zum einen mussten die Entfernungen und somit auch die Abstände der Schilder recherchiert und berechnet werden; Genehmigungen mussten eingeholt werden, um die Schilder überhaupt aufstellen zu dürfen. Und um das Projekt finanziell zu ermöglichen, galt es auch Sponsoren zu finden, listet Michael Schmitt auf. Der Gymnasiast fungierte im Rahmen des Seminars als „Pressesprecher“ – und Brückenbauer zur „Mittelbayerischen“.

Auf der Oberfläche des Mars ist flüssiges Wasser nicht möglich, jedoch befindet sich auf ihm der größte Vulkan unseres Systems. Wegen seiner roten Farbe ist dieser Planet nach dem Kriegsgott Ares benannt. Doch woher kommt die typische Färbung? Foto: ESA/ESOC/dpa

Nach der Planungsphase wurden die Tafeln gestaltet und bestellt. Am 21. und 22. Oktober war es dann endlich so weit: Die Schüler gruben die Löcher für die Pfosten der Tafeln am Irl und betonierten diese anschließend in ihr Fundament ein. Hiermit war ihr eigener Planetenweg zwar fertiggestellt, doch die Arbeit nicht zu Ende. Nun musste die Einweihung organisiert werden, wozu die Seminarteilnehmer die Sponsoren und Unterstützer, die Schulleitung und einen Vertreter der Stadt einluden.

Vom Wert der Zwischenräume

Der größte Planet ist der Jupiter, welcher aus den gleichen Gasen wie die Sonne besteht. Unsere Erde würde mehr als 1000 mal in ihn hineinpassen. Wirbelsturmgebiete erscheinen für uns durch das Teleskop als runde Flecken. Wer entdeckte diesen Planeten? Foto: D. Peach/esa/dpa

2. Bürgermeister Bernhard Krebs, bedankte sich bei den Schülern für ihre geleistete Arbeit und ist begeistert von der gelungenen Umsetzung der Idee. Hierbei führte er ein Zitat des österreichischen Psychologen Gerhard Dunkl an: „Das Interessante am Himmel sind nicht die Sterne und Planeten, sondern die Zwischenräume.“

Dies dachten sich auch die Teilnehmer des P-Seminars Physik und haben sich mit ihrem Planetenweg das Ziel gesetzt, den Besuchern ein Gefühl für die Größe des Universums zu geben. Jüngere Menschen sprechen sie durch interessante Informationen zu den jeweiligen Planeten und durch Quizfragen auf den Schildern an.

Wer ermittelt das Lösungswort?

Um den Lehrpfad noch reizvoller zu gestalten, hat das P-Seminar ein Gewinnspiel organisiert. Die Lösungen der Quizfragen auf den Schildern stehen in Verbindung mit einem Buchstaben. Zusammengesetzt ergeben die Buchstaben der richtigen Antworten ein Lösungswort.

Schickt man dieses bis zum 20. Januar per E-Mail an jmf-pseminar-physik@gmx.de, nimmt man automatisch am Gewinnspiel teil. Unter allen richtigen Einsendungen werden fünf Gewinner ermittelt. Diese erhalten jeweils eine Freikarte für das Freizeitbad Bulmare.

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