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Region Schwandorf
Mittwoch, 16. August 2017 25° 3

Pädagogik

Der Gewalt keine Chance geben

Schüler der Mittelschule Nittenau beteiligten sich drei Tage lang an der Präventionsaktion „Pack mas“. Ein Ziel hieß Konfliktbewältigung.

Nittenau. An der Grund- und Mittelschule Nittenau wurde an drei Tagen in der 5. Klasse ein Gewaltpräventionstraining mit dem Namen „pack mas“ durchgeführt.

Unter diesem Motto führten die beiden Jugendsozialarbeiterinnen aus Nittenau und Bruck, Veronika Mingo und Stefanie Spratter, an der Mittelschule Nittenau in der 5. Klasse ein Programm durch, welches Gewalt von Kindern und Jugendlichen bereits im Vorfeld unterbinden und Zivilcourage fördern soll.

In den drei Tagen mit „pack mas“ beschäftigten sich die Schüler mit Themen wie Gemeinschaft „Was macht eine gute Gemeinschaft aus und warum ist diese wichtig?“; Umgang mit Konflikten, Mobbing und Zivilcourage, z. B. „Was sind sinnvolle Opfer- und Helferverhalten?“, „Wie reagiere ich in Gefahrensituationen richtig?“, lauteten Fragestellungen.

Anhand verschiedener Rollenspiele und Übungen wurden die Themen der 5. Klasse vermittelt. Durch eine intensive Nachbesprechung wurde das Erlebte nochmals reflektiert und auf Flipchart festgehalten.

Begonnen wurde mit dem Spiel „Ich sage, was ich denke“. Hier erfuhren die Fünftklässler mehr zum Thema Toleranz, erkannten die Meinungsvielfalt einer Gruppe und wie wichtig es ist, Menschen so zu akzeptieren wie sie sind.

Beim Spiel „die Busfahrt“ durften die Schüler in verschiedene Fahrgastrollen“ schlüpfen. Anhand einer nachgestellten Bedrohungssituation „im Bus“ bekamen die Schüler Handlungsalternativen zur Deeskalation aufgezeigt und erlernten ein sinnvolles Opfer- und Helferverhalten. Die „Busfahrt“ sollte dazu dienen, Bedrohungssituationen frühzeitig zu erkennen und zu vemeiden.

Aus dem Themenbereich Gewalt konnten die Schüler in dem Rollenspiel „die Arena“ (siehe Foto) am eigenen Leib erfahren, dass man als Zuschauer das Geschehen beeinflussen und das Verhalten der Kontrahenten steuern kann. Schaut man bei einer Schlägerei zu oder noch schlimmer, feuert die Streithähne an, ist man, wie die Schüler nun wissen, mitverantwortlich. Ein „ich habe ja nichts gemacht“, gibt es nicht. So lernten die Schüler nicht nur einiges über couragiertes Verhalten, sondern auch darüber, dass es oft besser sei, Hilfe zu holen. Sich selber solle niemand in Gefahr bringen.

Bei dem Spiel mit dem Namen „die Gewaltleiter“ bekamen die Schüler die Aufgabe, unterschiedliche Gewaltsituationen auf einer Skala von 0 bis 100 einzustufen. Hier zeigte sich, dass jeder eine andere Sichtweise auf Gewalt hat und somit der Betroffene selbst festlegt, wann Gewalt vorliege. Diskutiert wurde auch sehr viel über Cybermobbing, d.h. die Nötigung über das Internet. Viele Kinder und Jugendliche halten sich in Chatrooms oder sozialen Netzwerken auf, weshalb Cybermobbing für sie ein großes Thema ist.

Umgesetzt wird das Projekt im November und Dezember auch in einer 8. Klasse an der Mittelschule Nittenau und in einer 5. und 7. Klasse an der Mittelschule Bruck.

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